Am beeindruckendsten und zugleich sehr berührend fand ich die Szene in der Höhle mit den Kerzen. Auch Cosmos gefällt mir sehr. Vielleicht ist er ja ein aussergewöhnlicher Hund, der Hazel über lange Zeit durch ihr Leben begleiten könnte. Das würde ich mir sehr wünschen.
Zudem bin ich gespannt, was es mit den Toten auf sich hat und warum Merrick Hazel bisher nie davon erzählt hat. Als Gott des Todes müsste ihm doch bewusst sein, was es bedeutet, wenn Hazel Sterbehilfe leistet. Das Ganze wirkt umso brutaler, da sie gerade ihren Eltern und ihrer ersten grossen Liebe helfen musste. Auf der anderen Seite kann man sagen, dass sie ihre Liebsten vermutlich nie ganz verlieren wird. Die Frage ist nur: Ist der Preis das wert?
Die Sache mit dem Salz bringt mich hingegen immer wieder zum Schmunzeln. Das sind meist ziemlich amüsante Szenen.
Leopold finde ich total verzogen, rechthaberisch und egoistisch. Ich mag ihn überhaupt nicht. Zwar kann ich mir vorstellen, dass das Leben als Prinz eine enorme Last auf seinen Schultern ist, vor allem jetzt, da sein Vater so krank ist, doch das entschuldigt sein Verhalten gegenüber Hazel meiner Meinung nach nicht. Sein Vater ist in dieser Hinsicht auch nicht besser. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr Menschen in Machtpositionen von sich selbst und ihrer eigenen Wichtigkeit eingenommen sind. Sie verlieren völlig den Blick für die «normale» Welt und die «normalen» Menschen.
Für mich ist es schwer nachvollziehbar, wie der König Hazel bereits bei der ersten Begegnung behandelt. Eigentlich müsste er doch froh sein, dass noch eine weitere Heilerin kommt. Auch wenn die anderen nicht viel ausrichten konnten. Wenn man so kurz vor dem Tod steht und diesen noch nicht akzeptiert hat, versucht man doch alles, um am Leben zu bleiben. Eine gewisse Kooperation mit Hazel hätte man da doch erwarten dürfen, oder nicht?
Sehr schön finde ich auch die Vorstellung, dass das Orakel eine potenzielle Freundin für Hazel werden könnte. Falls sie tatsächlich ebenfalls das 13. Kind ist, könnte sie gut eine ähnlich lange Lebensspanne haben. Ich bin mir sicher, dass auch die anderen Götter einen vergleichbaren Deal machen könnten.
Was mich im Moment allerdings noch etwas stört, ist Hazels Charakter. So richtig warm geworden bin ich mit ihr bisher noch nicht, auch wenn ich gar nicht genau sagen kann, weshalb. Ich verstehe, dass sie ihre neue Heimat nicht verlassen will. Gleichzeitig hätte ihr doch bewusst sein müssen, dass ihr Leben stark von aussen beeinflusst werden würde, da sie einem Gott versprochen worden ist.