Meine Meinung zur dritten Lesewoche
Das ständige Hin und Her zwischen Theodor und Imogen setzt sich im dritten Teil fort. Anfangs fand ich dieses Spiel mit Nähe und Distanz noch unterhaltsam, doch mit der Zeit wurde es mir zu viel.
Sehr interessant fand ich die Enthüllung, dass Halla die Tochter von Nemea ist, auch wenn mir ihre Bedeutung weitestgehend unklar blieb. Es wirkte wie ein spannender Ansatz, der jedoch nicht weiterverfolgt wurde.
Dafür hat mich die Szene am Hafen sehr beeindruckt. Als Imogen dort ihre Kräfte einsetzt. Es wird deutlich, wie mächtig Imogen tatsächlich ist und gleichzeitig, wie wenig Kontrolle sie über ihre Kräfte besitzt. Unverständlich blieb für mich allerdings, warum es Imogen plötzlich egal ist, dass sie so viele Menschen tötet. Zudem fand ich es schade, dass eine solch intensive Szene erst gegen Ende des Buches stattfindet. Wäre sie früher gekommen, hätte das der Spannung sicher gutgetan.
Überraschend war für mich die Enthüllung, dass Imogens Mutter noch lebt und dass Eusia sich tatsächlich von ihr ernährt.
Mit dem Ende konnte ich allerdings gar nichts mehr anfangen. Eine Actionszene jagte die nächste und ich hatte zunehmend das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Teilweise kam es mir so vor, als hätte ich einen Abschnitt verpasst oder überblättert. Alles geschieht unglaublich schnell und wirkt dadurch chaotisch.
Völlig verloren habe ich mich schliesslich in der Szene mit Eusia beziehungsweise Nekgya. Ich habe nicht verstanden, warum Imogen den Zauber mitgemacht hat und was ihr Ziel in diesem Moment war.
Insgesamt fand ich das Ende sehr unübersichtlich und hektisch. Das ist schade, denn das Buch hatte zwischendurch wirklich starke und emotionale Momente. Umso bedauerlicher ist es, dass es sein Potenzial nicht ausschöpfen konnte.
Ich denke, es wird einen zweiten Teil geben, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich ihn lesen werde.