Ich habe den dritten Teil grade eben fertig gelesen und schaffe es jetzt endlich auch mal einen Beitrag für diese Leserunde zu schreiben, anstatt nur still mitzulesen, wie ihr das Buch findet.😅 Deshalb hier ein kleiner gesamtüberblick über meine Leseerfahrung:
Das Buch hat mich schnell gepackt und grade das anfängliche Hin und Her zwischen Imogen und Theodor fand ich sehr faszinierend. Leider fiel der Spannungsbogen aber für mich etwas ab, nach dem die beiden in Varya angekommen sind. Ab da fühlten sich die Szenen ein wenig überzogen und ruckelig an. Es ging von einem Ereignis zum nächsten, grosse Emotionen, alles viel zu schnell. Insgesamt hätte ich mir gewünscht, dass wir mehr Ruhe und Ausführlichkeit in manchen Szenen gehabt hätten, damit man sich mehr mit den Charakteren und der Welt auseinandersetzen kann. Grade vor dem Hintergrund, das es eine Dilogie ist, hätte man vieles mehr ausbauen können. Man konnte sich nicht richtig reinfühlen in die Geschichte und die Protagonistin, und es hat somit die Tiefe gefehlt, die ich mir grade von Romantacy wünschen würde.
Das Worldbuilding war mir ebenso zu schwammig. Es wird erzählt von Göttern, die seit Ewigkeiten angebetet werden und die so besonders, machtvoll und misteriös sind, aber die selben Götter sind dann die Gross-/Eltern unserer Protagonisten? Der ganze Zusammenhang mit Eusia und der Kaiserin von Obelia war mir zuletzt auch etwas schleierhaft. Und was mich wirklich aufregt, ist der Fakt, dass Imogen erst seit wenigen Wochen ihre Magie richtig kennt und benutzt, aber absolut keine Probleme damit hat…? Also sie ist mir viell zu schnell, viel zu sicher gewesen, in ihrem Gebrauch von Magie.
Und, weil ich es einfach nicht lassen kann, muss ich mich kurz über den Schreibstil und die Übersetzung aufregen. Die deutsche Ausgabe liest sich meiner Meinung nach mehr als holprig. Ich konnte keine zwei Seiten lesen, ohne zu stoppen und mich zu fragen, was ich da grade für einen Satz gelesen habe. Nach den ersten 60 Seiten habe ich mir das Englische eBook dazugeholt, weil es mich so irritiert hat. Das hat dann aber auch meine Meinung verstärkt, dass die Übersetzerin viel zu nah an der englischen Satzstruktur und englischen Ausdrücken geblieben ist, als es Sinn machen würde. Dabei muss ich aber auch sagen, das Original ist manchmal auch seehr pompös formuliert.
Schlussendlich fand ich das Buch nicht schlecht, aber es gibt auch viele Bücher, die besser sind. Als jemand, die schon viele Romantacy Bücher gelesen hat, muss ich aber sagen, dass es eher langweilig und überzogen war. Der Mangel an Tiefe, in jeder Hinsicht, hat auch nicht sonderlich positiv zum Leseerlebnis beigetragen. Wer kann, sollte das Original lesen und nicht die Übersetzung. Ansonsten wars oke.🙃