Wie schon bei 22 Bahnen hat auch dieses Buch mich von der ersten Zeile an mitgerissen. In Ida hat sich einiges an Wut (Alkoholismus der Mutter, Wegzug von Tilda), Schock (Suizid der Mutter und deren Auffinden) und Schuldgefühlen (glaubt, sie hätte den Tod der Mutter verhindern können, wenn sie eine bessere Tochter gewesen wäre) angesammelt. Die Beschriebe ihrer „kleinen Kämpfe gegen die Naturgewalten“, mit denen sie sich abreagiert, finde ich sehr eindrucksvoll.
Ich empfinde die Atmosphäre um Ida als sehr nass, düster, stürmisch. Marianne ist das pure Gegenteil: warm und kuschelig.
Trotz der Tragik von Idas Situation gibt es immer wieder Passagen, bei denen ich lachen muss, zum Bespiel der Beschrieb, wie Leif das erste Mal zu Besuch kommt und sie mit ihrem pinken Nicki-Anzug beim Kreuzworträtseln ist (S. 80). Oder die Szene mit Idas Wutausbruch beim Scrabbeln auf S. 82.
Und wie habt ihr die ersten beiden Teile erlebt?