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mashi

  • 12. Dez 2024
  • Beitritt 5. Nov 2020
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  • 5810 Punkte
  • Die Autorin Jacqueline O’Mahony nimmt die Leser mit auf dem (Leidens)Weg ihrer irischen Protagonistin, deren Leben eine Abfolge von vielem Elend und Unglück ist: Familiäre Situation, Hungersnot, Kindsverlust, Überfahrt in die USA, Armut, Ausbeutung, Prostitution, Flucht, stets begleitet von unglücklichen Beziehungen.

    Mir hat das Buch zu Beginn bis zur Mittesehr gutgefallen, die versteckte Symbolik von den Vögeln fand ich sehr smart. Leider nehmen diese im Verlauf des Buches ab und die Geschichte wird sehe absehbar und etwas flach. Stets kommen neue Inputs nur durch weitere Gestalten, und nicht von der Protagonistin selbst. Das Buch liest sich flüssig- interessant wäre es, das Buch in der Originalsprache zu lesen. Vielleicht erscheint es da authentischer und packender? Schade, das Buch hat vielversprechend begonnen, mich aber nicht bis zum Ende packen können!

  • Lefty Ich bin ganz deiner Meinung, mich hat das Ende bzw der dritte Teil des Buches auch deutlich weniger gepackt. Schade! Zudem hatte ich mir tatsächlich erhofft, dass die Symbolik um die Vögel anhält. Mich hat dann am Ende das Wiederauftauchen von Mary bzw die sofirt widerbelebte Freundschaft von ihnen gestört. Honora, die stets nichts vergisst und nicht verzeiht( William, ihrem Vater, Prosper) schien den Hinterhalt von Mary komplett verziehen zu haben. Fand ich jetzt etwas unglaubwürdig.

    Honora, die ja nun zu sich gefunden hat und sie selbst ist, scheint mit Joseph einen Kompanion gefunden zu haben. Wieso nennt sie ihn, nachdem er ihr seinen wahren Namen offenbart hat, weiterhin Joseph?

    Solche kleine Details haben mich tatsächlich etwas gestört und das Lebeerlebnis etwas beeinträchtigt.

    Schade-Das Buch hatte für mich vielversprechend begonnen, hat aber mit zunehmender Seitenanzahl deutlich an “Magie” verloren….

  • Fleder-maus Ich bin ganz deiner Meinung Fledet-maus! Mir erscheint sie auch eher “ausserhalb” der Welten zu sein und der Vogel symbolisiert ihren Freigeist und ihre Sucje nach Freiheit.

    Der zweite Teil list sich flüssig und ich habe mit ihr gelitten. Beeindruckend, dass sie nicht aufgibt und weiterkämpft. Besonders schön fand ich, dass sie trotz ihres Daseins als Einzelkämpferin Mary in dieser misslichen Lage befreien wollte und sie mitnehmen wollte. Da schimmert etwas “Nell” durch! Aber leider wurde sie erneut enttäuscht von Mary.

    Ich bin gespannt wie der dritte und letzte Teil wird. Wird sie ihre Stimme finden?

  • Als erstes ist mir wie @PhilBuecher auch das ständige Wiederkehren des Vogels aufgefallen. Ich hatte mir zum Glück beim Durchlesen bereits die Stellen gemerkt. Ich habe dann jewels etwas zu den Vöglen recherchiert und teile euch hier mal meine Befunde, ohne meine eigene Interpretation. Nur soviel: Ich finde, passender könnte man nicht mit Symbolen arbeiten……

    Rotkelchen, S.19 Geburt/Mutter, S. 43 Alice
    Das Rotkehlchen symbolisiert Neuanfang und Leben und wird von vielen als Zeichen des Glücks angesehen. Bote für die Sprache des Herzens.

    Krähe um S. 97 herum, Tochter
    Bei den Griechen und Römern galt der Rabe als Symbol der Untreue, des Verrates und ganz allgemein als Unglücksvogel. In der nordischen Mythologie war er der Leichenvogel.

    Schwalbe, S.107 Amerika
    Die Schwalbe steht für Freiheit und Leichtigkeit. Krafttier für Veränderung, Anpassungsfähigkeit und Unbeschwertheit.

    Amsel, S.125 William
    charakteristischer, fröhlicher Gesang sorgt stets für gute Laune. Seelengefährter, Krafttier, Wegbegleiter.

    Zu deinen konkreten Fragen @Anna_Apfelbaum:
    -Was sind eure Gedanken zu der (am Ende sprachlosen) Protagonistin und ihrem Schicksal?  
    Stumm sein-eine Art mit dem Trauma umzugehen. Anderseits verständlich, dass der Körper, geschwächt durch so starken Hunger, die verbleibenden Kräfte schont-wieso nicht stumm sein?
    Passend zum Titel und meinem Eindruck, dass Vögel und ihr Gesang das Buch begleiten werden, muss vielleicht Honora ihre “Stimme” erst finden? Spätestens in Amerika, wie wir lesen konnten, spricht sie auf jeden Fall wieder. Ich lasse mich überraschen, “wie” sie “singen” wird…

    -Gab es Stellen, die euch besonders berührt oder abgestossen haben? 
    Obwohl ich finde, dass man früh erahnen kann, was passieren wird (kein Getreide, Schwangerschaft, Hungertod vieler Menschen), fand ich die Schilderungen trotzdem sehr zerreissend und lassen einen mitfühlen und erahnen, dass Honora unglaublich viel Leid und Kummer durchmachen musste. Vor allem die Passage um die Geburt herum fand ich sehe berührend.

    Ich fand auch einige Stellen/Zitate berührend. Besipielsweise:
    “Sagte man nichts, wenn andere es erwarten, sprachen sie selbst um die Leere zu füllen. Je weniger man sprach, umso mehr sprachen die anderen…..”
    “Geschichten waren nur dann real, wenn sie erzählt wurden.”

    Ich freue mich auf den nächsten Teil und bin gespannt, wie ihre weitere Reise verläuft….

    • Mein Exemplar hat mich auch heute im Briefkasten erwartet-ich freue mich!

    • Juhu, bin voller Vorfreude-Vielen Dank!

    • “Im Grunde gut” von Rutger Bregman.

      Es ist Zeit für etwas Optimismus bei mir🙂

    • Ich wäre neuguerig auf “den Plan” vob Julie Clarks. Die Rezessionen sind vielversprechend-und das es ein Favorit der Community war, sagt viel aus!

    • Es war mein erstes Buch von Luca Ventura und seiner Krimireihe. Ohne Vorwissen der Protagonisten wird man erstmals überrumpelt mit all den Inselbewohnern und deren Geschichten. Aber ziemlich schnell gewinnt man einen Überblick und lernt nach und nach die beiden Inselpolizisten besser kennen und taucht dabei durch die flüssige, einfache und bildliche Sprache des Autors in das Inselleben Capris ein. Der Mord und seine Auflösung läuft im Hintergrund mit-im Fokus steht für mich hier das “dolce vita”. Die Auflösung nimmt dann doch unerwartete Wendungen und lässt den Leser am Ende mit einigen offenen Fragen alleine-dies lässt darauf schliessen, dass ein weiterer Band folgen wird.

      Das Buch bringt Sonnenschein und lässt einen von Capri träumen-und ganz nebenbei einen Krimi lösen. Aber ganz sachte und ohne viel Action und Blut!

    • Demisam Ich bin ganz deiner Meinung: Sehr wahrscheinlich werden all die offenen Fragen nach und nach in den böchsten Büchern geklärt. Ich hoffe mal, dass der nächste Band nicht zu lange auf sich warten lässt, da mir sonst all die Personen bestimmt wieder entfallen…

      Ansonsten fand ich den Krimi angenehm und sehr fliessend zu lesen. Klar, mehr Spannung oder Action wäre möglich-Aber ich glaube, es geht dem Autor hauptsächlich um das italienische Inselleben auf Capri: Wo andere Krimis meist schon mit Indizien fürden nächsten Fall enden, geht dieses Buch mit einer typischen Familienszene zu Ende.

      Und genau das - den Leser mit auf Capri zu nehmen-ist in meinen Augen dem Autor sehr gelungen. Besonders bei Beginn der Leserunde, als es nur geregnet hatte, brachte das Buch mir Sonnenschein!

    • Zu Beginn des 2. Teil ging es um die Academia per corpo e anima umd Mme Bergé, beides gerät dann im Verlauf der nächsten 100 Seiten etwas in Vergessenheit. Für mich stelllt die Institution bzw die alte Dame immer noch ein Fragezeichen dar und sind möglicherweise verstrickt in diese Sache. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht und wie alles zusammenhängt. Mittlerweile kämen ganz schön viele Leute in Frage für den Mord!

      • Demisam Rizzi läuft dafür den ganzen Tag sehr umsichtig mit seinen Einmachgläsern im Plastikbeutel durch die Gegend! 😁

        Das hast du treffend auf den Punkt gebracht. Ich musste wirklich sehr schmunzeln-professionel erscheint er damit auf gar keinen Fall! Und dabei hat er ja noch gehofft, die Leitung übernehmen zu können oder in die Soko aufgenomen zu werden…..

        Aber bisher musste ich schon diverse Male darüber lachen, wie die polizeiliche Arbeit verrichtet wird. Sonst lese ich eher nordische Krimis/Thrillers, da geht die Polizei schon etwas strukturierter vor…

      • Bernerin Ja da hast du Recht-Viel fragwürdiger finde ich es, dass ihm sogar auf der Polizeiwache Alkohol ausgeschenkt wird. Da kann man seine Aussagen doch nicht ernsthaft als Zeugenaussagen benutzen?….Daher würde ich mich, was Maria Griffo betrifft, nicht zu viel auf seine Beschilderungen geben…

      • Ich habe die ersten Kapitel auch alle in einem Zug gelesen und musste mich beherrscheb, nicht schon weiter zu lesen. Die einfachen Sätze verbunden mit dem bildlichen Schreibstil, sind sehr fesselnd. Ich fühle mich dadurch direkt nach Capri versetzt-die perfekte mentale Flucht aus diesem regnerischen Wetter!

        Ich kam schnell in die Geschichte rein, ohne Vorwissen des ersten und zweiten Buches. Ich bin mir sicher, dass man mit dem Vorwissen noch eine engere Verbindung zu den Hauptprotagonisten hätte, aber man kriegt auch so schnell ein Gefühl zu den Menschen vermittelt.

        Kabaci`nski ist sicherlich nicht die Unschuldsperson und hat was zu verstecken-Aber ich bezweifle, dass er der Mörder ist. Das wäre doch für einen Krimi doch zu offensichtlich😉

        Ich denke wie @Demisam, dass die Person im Rollstuhl sicherlich eine Schlüsselfigur ist! Und Maria arbeitete im Konservatorium und war in der Musikszene bekannt-Vielleicht geht es bei dem Mord um etwas Musikalisches? Instrumente oder Kompositionen? Es bleibt spannend!

      • Juhu auch ich habe mein Exemplar erhalten und liege wie Art-on-Eyes vorschlägt bereits zugedeckt mit einer Tasse Kaffe in der Hand mit dem Buch auf ddm Sofa. Ich bin schon ganz gespannt! Gestern Abend habe ich “Mord auf dem Nil” gesehen, der hat mich bereits in die “Krimistimmung” versetzt….

      • Fanny Hoi Fanny, Hoi Mitlesende

        Ich freue mich riesig bei dieser Krimi Leserunde dabeizu sein! Der Austausch in den letzten Runden war immer sehr bereichernd und interessant. Ich kenne wie viele den Autor und seine Bücher bisher nicht-Freue mich auf das südländische Flair!

      • Ich nehme das Buch “The Mothers” von Britt Bennett mit, weil ich schon “the Vanishing Half” toll fand und gespannt bin, ob auch dieses Buch so packend sein wird!

      • Wo beginnt das Menschsein? Was unterscheidet uns von Maschinen? Das Geschichtenerzählen? In wie weit dürfen wir Menschen das Verhalten der Maschine in Frage stellen oder kritisieren?
        Ganz viele ethische, philosophische, anregende und aktuellen Fragen lommen einem beim Lesen dieses Buches hoch. Man hält oft inne und muss sich selbst und seine Gedanken erstmal ordnen.
        Der Schreibstil der Autorin ist sehr speziell und gewöhnungsbesürftig. Findet man aber einmal in den Rythmus, fesselt einen das Buch. Zu Beginn muss man erstmal offen sein und sich getrauen weiterzulesen, auch wenn die Zusammenhänge noch nicht klar sind. Das Weiterlesen wird auf jeden Fall belohnt!
        Das Buch hat mich richtig gepackt, angeregt und manchmal auch gegruselt. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen!

      • Ein sehr bildhafter und ausführlicher Roman über die Natur und ihre Gewalten auf den Halligen. Lässt einen eintauchen in diese Landschaften und mna kann sich das harte, aber auch ruhige und schöne Leben auf diesen Inseln gut vorstellen.
        Darf man sich die Heimat aussuchen? Wer darf sich wo Zuhause fühlen?- Spannende Fragen, die dieses Bich lit zwei Habdlungssträngen versicht aufzuzeigen.
        Leider kann das Buch die zu Beginn entstandene Spannung nicht halten und wird zum Ende hin etwas langatmig.
        Trotzdem: Wer mal in eine andere Welt eintauchen möchte und einen leichten Roman sucht, ist hier sicherlich gut aufgehoben!

      • lacertolina Ich finde, du hast dass gut zusammengefasst! Auch ich war Anfangs stark begeistert! Leider konnte die ursprüngliche Spannung nicht gehalten werden, vor allem im dritten Teil mit dem Wettbewerb ging mir die Luft aus. Der Schluss fand ich wiederrum ganz gut, auch dass eine “Pause” eongelegt wurde bei Ellen und die letzten Monate zusammengefasst wurden.
        Die Naturgewalten und Halligen kann ich mir durch das Buch sehr gut vorstellen und fand ich eindrücklich geschildert.
        Danke euch für den Austausch-Das hat das Lesen definitiv für mich bereichert!