Gut, dass die Kapitelüberschriften meist sehr aussagekräftig sind, sodass man nicht immer erst am Schluss erfährt, wie etwas ausgeht, z.B. Seite 408, In letzter Minute, sonst wäre die Spannung für mich manchmal fast nicht auszuhalten gewesen!
Die Zuspitzung der Ereignisse bis kurz vor Schluss (Seite 446 von 460) finde ich krass, ist aber möglich, da am Schluss nicht mehr allzuviel erklärt werden muss. Speziell ist in meinen Augen sowieso, dass wir LeserInnen mehr über Tamuno , seine Geschichte und Motivation wissen, als die andern Beteiligten (Phil, Chika, Omereji etc.) je erfahren werden.
Das war dem Autor wohl auch nicht so wichtig, geht es ihm doch darum zu zeigen, was solche von Mobs begangene Gewalttaten auslösen kann. Phil sagt klar, es werde immer wieder solche Tamunos geben, die unsere Ängste für ihre eigenen egoistischen Ziele missbrauchen und Omereji äusserte seine Angst darüber, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen.
Ob es Kayode allerdings gelingen wird, mit diesem Krimi eine ernsthafte Diskussion über Verbreitung und Prävention solcher von Mob begangenen Gewalttaten in einem grösseren Stil auszulösen, finde ich eine zu grosse Erwartung.
Schön, dass das Ehepaar sich wieder gefunden hat (wenigstens an einem Ort ein Happy End)!
Die Aufteilung in Akte wird nun auch noch klarer, inszenierte Tamuno doch das ganze Geschehen aus dem Hintergrund wie ein Theaterstück!
Ich fand es einen superspannenden Krimi in einer mir fremden Welt und mit einem sehr besonderen Thema (Manipulation von so vielen Menschen, dass ein Mob in Bewegung gesetzt wird). Wirklich lesenswert! Ich erwarte weitere Bücher mit Philip Taiwo als Ermittler mit Spannung!