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Venatoria

  • Beitritt 29. Mai 2022
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  • Gut, dass die Kapitelüberschriften meist sehr aussagekräftig sind, sodass man nicht immer erst am Schluss erfährt, wie etwas ausgeht, z.B. Seite 408, In letzter Minute, sonst wäre die Spannung für mich manchmal fast nicht auszuhalten gewesen!
    Die Zuspitzung der Ereignisse bis kurz vor Schluss (Seite 446 von 460) finde ich krass, ist aber möglich, da am Schluss nicht mehr allzuviel erklärt werden muss. Speziell ist in meinen Augen sowieso, dass wir LeserInnen mehr über Tamuno , seine Geschichte und Motivation wissen, als die andern Beteiligten (Phil, Chika, Omereji etc.) je erfahren werden.
    Das war dem Autor wohl auch nicht so wichtig, geht es ihm doch darum zu zeigen, was solche von Mobs begangene Gewalttaten auslösen kann. Phil sagt klar, es werde immer wieder solche Tamunos geben, die unsere Ängste für ihre eigenen egoistischen Ziele missbrauchen und Omereji äusserte seine Angst darüber, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen.
    Ob es Kayode allerdings gelingen wird, mit diesem Krimi eine ernsthafte Diskussion über Verbreitung und Prävention solcher von Mob begangenen Gewalttaten in einem grösseren Stil auszulösen, finde ich eine zu grosse Erwartung.
    Schön, dass das Ehepaar sich wieder gefunden hat (wenigstens an einem Ort ein Happy End)!

    Die Aufteilung in Akte wird nun auch noch klarer, inszenierte Tamuno doch das ganze Geschehen aus dem Hintergrund wie ein Theaterstück!

    Ich fand es einen superspannenden Krimi in einer mir fremden Welt und mit einem sehr besonderen Thema (Manipulation von so vielen Menschen, dass ein Mob in Bewegung gesetzt wird). Wirklich lesenswert! Ich erwarte weitere Bücher mit Philip Taiwo als Ermittler mit Spannung!

    • Habt ihr gesehen? In der heutigen Wochenendbeilage der BZ ist eine Rezension unseres Krimis, er erhält 5 Sterne!

      • Erneut viele Richtungswechsel, ganz wie es im Motto verheißen wurde!
        Zu Klärungen kam es hier:
        - Rolle Chikas
        - Rolle Salomes
        - Godwins Tod war wirklich Mord
        - Auch zu John Paul und dessen Spaltung in einen guten Sohn und den Teufel erfahren wir mehr. Der gute Sohn wurde vom Stiefvater missbraucht. Der Teufel hat ihn getötet, so wie er nun auch die Mutter tötet, die ihre Augen vor den Taten des Mannes verschloss, sich von seinem Geld blenden liess und ihrem Sohn nicht half (und nun noch Beichte und Geständnis will).

        Neue Infos und Wirren, die für Richtungsänderungen sorgten:
        - Winston und Bona waren keine Kultmitglieder, Kevin dafür schon
        - Emeka will Phil feuern; er bat auch nicht Phils Vater um Hilfe
        - Scharfschützengewehr
        - Anschlag auf den Chief (durch Chika?)
        - Angriff und Verletzung von Phil und Chika
        -> die Lage spitzt sich weiter zu wie es sich gehört bei einem Krimi, dessen letztes Kapitel, und somit der Shutdown, bevorsteht!

        • usum56 hat auf diesen Beitrag geantwortet.
        • usum56 gefällt das.
        • Entschuldigt bitte, aber mal eine ganz blöde technische Frage (ich bin das erste Mal dabei): kann ich mir den Chat nicht so anzeigen lassen, dass die neuesten Beiträge jeweils oben stehen und ich nicht jedes Mal wieder ganz nach unten durchscrollen muss?

          • Bolle hat auf diesen Beitrag geantwortet.
          • Für mich ist der Spannungsbogen auch aufrechterhalten, teilweise sogar noch gestiegen. Es gibt viele neue Fragen, bzw. wurden bestehende noch vertieft:

            • Was verbirgt Chika?
            • Was ist Salomes Motiv, auf welcher Seite steht sie?
            • Cliffhanger Tod Godwins. War das wirklich ein Unfall? Wohl kaum!

            Einige angelegte Stränge wurden auf Eis gelegt, so zB. das Thema von Folakes Untreue.

            Im Verhältnis von Philipp und seinem Vater ging es weiter, von ihm erfahren wir mehr über die Bruderschaften, die zu Geheimbünden wurden. Und durch den Chief erfährt Philipp (und mit Ihm ich auch) viel Neues zu den Konflikten der Stämme Nigerias und den Biafrakrieg. Hier muss ich mir allerdings noch weiteres Wissen anlesen. Somit kommt für mich nun auch “spezifisch Afrikanisches” mit hinein, was mir im 1. Akt noch gefehlt hat. Aufzuführen ist sicher auch das Thema Korruption, was ihr ja schon mehrfach angesprochen wurde. Spannend fand ich auch die Squatter im Wohnheim! Und dann natürlich die Thematik um Momoh und die Homosexualität. Hier kommt ja dann auch Kevin ins Spiel. Und immer wieder die Aussagen, dass in Nigeria so viel Aggression und Wut in der Luft liegt.

            Es gibt aber auch Bündelung, wie es im Motto des 2. Aktes angetönt ist: Es gäbe sogar schon eine einfache Lösungsmöglichkeit, die für Philipp aber zu simpel ist!

            Kursiv gesetzte Kapitel gibt es im 2. Akt nur eines, dafür erfahren wir darin aber einiges Konkretes, Infos und Fakten über John Paul.

            Ob im 3. Akt vermeintlich Klares und Eindeutiges plötzlich seine Richtung ändert, wie es das Motto andeutet? Ich bin gespannt!

            • Auch ich empfinde den Schreibstil als sehr westlich. Ich war gespannt, ob man einen andern Stil erkennt - Bücher vom Südafrikaner Deon Meyer haben zum Beispiel, gerade auch wegen den sprachlichen Besonderheiten (dialektale Begriffe), einen ganz eigenen, in meinen Augen nicht-westlichen Touch. Oder Bücher aus dem arabischen Raum sind oft sehr blumig, melodiös, poetisch. Das hat mich etwas enttäuscht. Aber vielleicht kommt da ja noch was!?

            • Mich würde noch interessieren, was ihr mit den drei kursiv gesetzten Kapitel anfangen könnt. Hier wird ein Teil der Spannung aufgebaut, da anzunehmen ist, dass sich die Lösung, oder zumindest ein Teil davon, hier “versteckt”. Sind die Ich-Figur und John Paul dieselbe Figur (Dr. Jekyll und Mr. Hyde) oder handelt es sich um zwei Personen? Ich bin der Meinung, es sei dieselbe, es gibt aber auch Stellen, die mich zweifeln lassen!

              • Ja, der Einstieg war sehr brutal. Andererseits war somit auch gleich mit grosser Spannung gestartet und der “Spannungs-Sog” nahm mich sofort mit. Es gibt interessante Figurenkonstellationen, die gut eingeführt wurden und auf verschiedenen Ebenen offene Stränge schufen neben der eigentlichen Tat (wirklich Ehebruch von Folake? / Beziehung Vater - Sohn Philip / Chika …).

                Mich interessiert neben dem Krimi auch, was man über Nigeria erfährt. Und auch da war schon Einiges dabei, zum Bsp. Korruption bei Polizei usw., Situation der Studenten an Uni, Campus, Wohnsituation, Verhältnis zu örtlicher Bevölkerung, Garküchen etc.

                Ich bin total gespannt auf die weiteren Akte!

                • Mittlerweile ist auch mein Leseexemplar eingetroffen☺

                • Danke, dass ich dabeisein darf, ich freue mich sehr darüber! Ich bin aber auch total gespannt, da ich zum ersten Mal an einem digitalen Lesekreis teilnehmen, bisher war ich nur bei analogen dabei 😉