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Dolores-10

  • 12. Dez 2024
  • Beitritt 16. Apr 2023
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  • 1883 Punkte
  • Wer hat sich nicht schon überlegt, wie die Gegenwart aussehen würde, wenn man sich in der Vergangenheit in einer gewissen Situation anders verhalten oder einen ganz bestimmten Menschen (nicht) getroffen hätte? Wo man aus heutiger Sicht eine andere Richtung eingeschlagen würde, wenn es die Möglichkeit dazu gäbe? Ich fand spannend, in welcher Art und Weise das Buch diese Überlegungen aufnahm und mit einer Geschichte verwoben hat (um nicht zu spoilern, möchte ich über den Inhalt und die teilweise überraschenden Wendungen nichts sagen…). Insofern habe ich es gerne gelesen, auch wenn es aus meiner Sicht einige «Logikfehler» gibt und wesentliche Aspekte einer hypothetischen Zeitreise übergangen / vergessen wurden. Ich selber hätte das Buch vermutlich weniger als «Thriller» bezeichnet und konnte es abends gut weglegen, ohne uuuuunbeding noch das nächste Kapitel lesen zu wollen, wie es mir bei andern Büchern erging… Trotzdem: Eine unterhaltsame Lektüre mit schönen Sprachbildern, treffenden Vergleichen und dem Potential, sich auch bzgl. der eigenen Vergangenheit auf das eine oder andere Gedankenspiel einzulassen.

  • DrQuinzel Sehr gut hat mir gefallen, wie die Autorin Stimmungen transportiert hat, die dadurch sehr nachvollziehbar wurden, z.B.„Plötzlich ist sie ganz kühl und ruhig. Die fieberhafte Angst und die Vorahnung haben sich totgelaufen. Sie empfindet gar nichts. Der Raum um sie herum verstummt und verschwimmt wie auf einer verblichenen Fotografie.“ (S. 241)

    Ebenfalls spannend fand ich die quasi rückläufige technische Entwicklung und vor allem natürlich die Frage, wie sich die Gegenwart gestalten würde, wenn in der Vergangenheit auch nur eine Entscheidung anders getroffen worden wäre oder eine weitere Begegnung stattgefunden hätte. Daher habe ich das Buch gerne gelesen, auch wenn ich mich auf die Zeitreise als solche nicht ganz einlassen konnte und zu viele Unstimmigkeiten gesucht/gefunden habe. Nicht gepasst hat für mich beispielsweise das eigentlich gute Verhältnis zwischen Jen und Kelly beim gleichzeitigen Umstand, dass sie scheinbar kaum Fragen zu ihm und seiner Geschichte gestellt hat…

    Den Ansatz einer „Erklärung“ für den Auslöser der Zeitreise findet man meiner Meinung nach in der Beschreibung der fast schon übernatürlichen Kräfte, die gewisse Mütter entwickeln, um ihre Kinder aus Gefahren zu befreien. Ich traue Müttern wirklich sehr, sehr viel zu, aber dass sie quasi unbewusst die rettenden Zeitreisen auslösen können 🤔 und ja: der Dreh Eve/Clio war mir auch zu viel (auch wenn ich ihn nicht erwartet hatte).

    Ich bin gespannt, weitere Eindrücke zu lesen!

  • DrQuinzel Hallo zusammen!

    Ich mag die vielen treffenden Vergleiche, und Jen finde ich eine spannende Figur. Ich kann mich sonst nicht so sehr für Zeitreisegeschichten begeistern, aber hier fällt mir das Dranbleiben leicht. Trotzdem denke ich wohl zu sehr darüber nach, wo die „unlogischen Stellen“ sind (z.B. trifft sie auf der Arbeit nicht nur den sympathischen Kollegen, sondern auch X Klient/innen, kann sie denn so arbeiten? Und falls nicht, wie begründet sie es?), was meinen Lesegenuss etwas schmälert.

    Ich gehe davon aus, dass Todd töten muss, um die Mutter irgendwie aus dem Loop zu befreien.

    Ich bin sehr gespannt auf Eure Eindrücke & Hypothesen!

  • DrQuinzel Ich bin zum ersten Mal mit dabei - wie bzw. wann geht es denn mit der „Besprechung“ los? ☺

  • DrQuinzel Hallo! Ich freue mich sehr auf die Leserunde in dieser Form, spannend! Vielen Dank für die Festlegung dieser sinnvollen “Spoilergrenze” - wäre ja zu schade, wenn man so nebenbei über unerwartete Wendungen & Co informiert würde!
    Liebe Grüsse, Dolores-10