• Lese-ChallengeKlassiker

    Re-read? Definitiv!

„Der Zauberberg“ ist ein anspruchsvolles Werk, das definitiv nicht nebenher gelesene werden möchte.

Die Handlung folgt dem jungen Hans Castorp, der für einen kurzen Besuch in das Sanatorium Bergheim in den Davoser Alpen kommt, um seinen kranken Vetter zu besuchen. Was als vorübergehender Aufenthalt beginnt, verwandelt sich in einen siebenjährigen Aufenthalt.

Die Handlung selbst ist relativ dünn und konzentriert sich weniger auf aufregende Ereignisse, sondern vielmehr auf die Entwicklung der Charaktere und deren tiefgründigen Gespräche. Die langsame ( teilweise schleppende) Erzählweise spiegelt für mich die Zeitlosigkeit des Ortes wider.

Ein bemerkenswerter Aspekt des Romans sind die zahlreichen Bezüge und Anspielungen, die Mann einwebt. Er zitiert und referenziert verschiedene philosophische und literarische Strömungen, die den Leser auffordern, über die tieferen Bedeutungen und die Zusammenhänge nachzudenken. Da mir die verschiedene Hintergrundinformationen nicht alle ganz geläufig sind, war für mich nicht immer einfach dem roten Faden zu folgen. Besonders berührt hat mich das letzte Kapitel. Dieses Buch wird definitiv auf meinem Re-read-Stapel einen Platz einnehmen.

Insgesamt ist „Der Zauberberg“ ein anspruchsvolles Werk, das von mir deutlich das Prädikat „lesenswert“ erhält.