Daniela ist nicht zu beneiden. Sie hatte eine prägende Kindheit in Rumänien unter Ceausescu, erlebte die Wende, heiratete jung und bekam Kinder.
« Als Mädchen hatte ich mich gefragt: Was soll ich hier? In dieser Landschaft, die nachts pechschwarz wird und die im Winter nur von silbernem Raureif überzogene Baumstümpfe zu bieten hat? An einem Ort, wo es normal ist, dass die Männer immer betrunken sind? Was kann man hier machen? Was wird man in Radeni? «
Die Zukunftsaussichten waren trostlos und nicht sehr verheissungsvoll….
Dann geht sie nach Italien und findet kein besseres Leben. Als Altenpflegerin wird sie ausgenutzt, als Rumänin nicht anerkannt und als Mutter, die ihre Kinder zurückgelassen hat, verunglimpft.
Der Unfall ihres Sohnes wird zur Zerreissprobe. Am Rande bemerkt, dies wäre selbstverständlich auch für andere Mütter dasselbe Drama.
Es entsteht der Eindruck, dass Daniela weder in Rumänien noch in Italien zu ihrem Glück finden wird. Vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer am Ende des zweiten Teils, dennoch kann ich mir nicht vorstellen, wie sich die Lebenssituation von Daniela zum Guten wenden könnte.