Ich kam schnell rein in das Buch, ich hatte den ersten Drittel, auch dank Auffahrt, schnell durch. Ich mochte, wie die Geschichte und die Figuren aufgebaut wurden. Die Personen sind wirklich unterschiedlich und greifbar und nicht nur Buchstaben auf dem Papier. Trotzdem hat mich die Geschichte irgendwie nicht, oder noch nicht richtig gepackt. Dieses Nackenkribbeln, diese Anspannung, die einem das Rückenmark rauf und runter kriecht, hatte ich noch nicht. Auch mochte ich irgendwie nicht, dass unsere Hauptfigur dem Genre entsprechend diesen einen Klischee-Knicks hat, den die Ermittler/innen meistens haben oder haben werden.
Die Spuren wer für das Verschwinden von Leah verantwortlich ist, waren dank der Journalistin schnell da. Ein Dorf, kollektiv traumatisiert, verabredet sich kollektiv, das nicht mehr darüber geredet wird und vielleicht auch kollektiv jemand aus dem Dorf beschützt. Massenweise Leute, die Mathilde empfehlen, aufzuhören. Dann, ist da ja auch noch der komische Nachbar, der seinen Auftritt hat.
Und jetzt ist die Journalistin tot, was ja darauf hinweist, dass jemand Angst bekommen hat.
Ich glaube nur all den Spuren nicht. Habe aber gleichzeitig keine Idee, wer es sein könnte. Außer vielleicht, gerade jetzt beim Schreiben als Spontanidee aufgeploppt … Karl Verndal.
Was ich bis jetzt noch nie hatte, dass ein Krimi eine Landkarte hat. Fand ich eine gute Idee, aber gleichzeitig wurden so viel mehr Dörfer und Städte erwähnt, dass ich mir gewünscht hätte, dass auch diese darauf verzeichnet gewesen wären. Hab mich ein paar mal ertappt, wie ich die Klappe aufgeschlagen habe, bereit gerade erwähntes Dorf darauf zu suchen.