nata_lie
Ich finde das Buch weiterhin spannend und flüssig zu lesen. Die Handlung bleibt interessant und sorgt dafür, dass man weiterlesen möchte. Einen richtigen Wendepunkt gab es für mich bisher jedoch noch nicht, weshalb die Geschichte zwar konstant spannend bleibt, mich aber noch nicht völlig überrascht hat.
Ich schliesse mich zudem der Meinung an, dass es teilweise zu viele Figuren gibt. Bei einigen Charakteren frage ich mich, ob sie für die Handlung wirklich notwendig sind oder ob die Geschichte auch mit weniger Personen funktionieren würde. Dadurch verliert man manchmal etwas den Überblick.
Besonders schade finde ich, dass Mathilde, die zu Beginn eine der wichtigsten Figuren war, schon früh ermordet wurde. Natürlich verstehe ich, dass ihr Tod der Auslöser dafür ist, dass Markus die Ermittlungen aufnimmt. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, noch mehr über die Beziehung zwischen den beiden zu erfahren, damit ihr Verlust emotional noch stärker wirkt. Gerade die gemeinsamen Szenen am Anfang machen neugierig auf ihre Verbindung und hätten für mich ruhig ausführlicher sein dürfen.
Noch nicht ganz einordnen kann ich die Rolle von Markus’ Vater. Ich habe das Gefühl, dass hinter seiner Figur noch mehr steckt und er später in der Geschichte eine wichtigere Bedeutung bekommen könnte. Dasselbe denke ich auch über den Jungen, den niemand wollte. Bei ihm erwarte ich noch eine Überraschung oder eine unerwartete Wendung, die später für die Handlung wichtig wird.
Insgesamt gefällt mir das Buch aber weiterhin gut, weil es spannend geschrieben ist und viele offene Fragen hinterlässt, die Lust machen weiterzulesen.