Nun habe ich die Teile 1 und 2 auch gelesen.
Nachdem ich auf den ersten zwei, drei Seiten noch dachte, dass es ein etwas zähes Lesen werden könnte, ging es mir wie den meisten von Euch, das Buch hat mich in seinen Bann gezogen.
Nils hatte offenbar als Fährmann nicht nur die Aufgabe, die Menschen über den Fjord zu bringen, sondern sie auch auf einem mehr oder weniger langen Abschnitt ihres Lebens zu begleiten. Dabei war er stets zuverlässig, und die Leute am Fjord konnten sich auf ihn verlassen. Nils hinterfragt nicht, akzeptiert jeden Menschen so, wie er ist, und steht allen in den unterschiedlichsten Lebenslagen zur Seite. So scheint es nun, als würden seine treuesten Passagiere ihn auf seiner letzten Reise begleiten, um ihm den «Übergang» zu erleichtern. Mit Ausnahme von Kari, der er vor deren Tod beim Verbrennen all ihrer Habseligkeiten geholfen hat, erfährt er von all seinen Passagieren, wie sie gestorben sind, da er die meisten von ihnen aus den Augen verloren hatte.
Das ruhige Dahinfliessen der Geschichten wird unterbrochen, als sich Nils an die «andere» Marta erinnert. Sein zuvor ruhiges Leben wird durcheinandergewirbelt, und er verliert sogar seine Arbeit als Fährmann, da sich niemand mehr von ihm über den Fjord fahren lassen will. Doch in dieser schwierigen Situation kann er auf die Solidarität der anderen Fährmänner am Fjord zählen. Auch seine Marta kehrt zu ihm zurück, und das Leben nimmt wieder seinen ruhigen Gang.
Hat sich schon jemand Gedanken gemacht, warum Frode Grytten das Buch in Erinnerung an Leiv Grytten verfasst hat?