ErikaA Die Gedanken von Alex nach Ruxis Sprung waren schon sehr widersprüchlich: Auf Seit 143 , 2. Abschnitt, steht “…Mir war schlecht. Ich war schuld an ihrem Tod. Vergib mir. Erst hatte ich unser Treffen verschoben, dann hatte ich es geschwänzt. Wenn wir nicht in Ivys Dorf gehalten hätten, wenn ich gleich zurückgekommen wäre, wäre das nicht passiert.” Weiter auf Seite 151, 3. Abschnitt, dann “… Warum? Wofür? Was hatte sie mit dem Sprung erreicht? … Was geschehen war, war geschehen. Es war nicht meine Schuld.”
Es kommt mir oft vor, als taumelt Alex quasi durch das Geschehen. Wie auch in der Szene mit Zhang. Analog zu Ivy arbeitet Zhang offiziell als Kellner. In Wirklichkeit ist er Parteivorsitzender der DRP. Bei mir läuteten die Alarmglocken, dass, wenn Ivy Alex nicht für ihre Zwecke benutzt, Zahng dies in jedem Fall tun wird.
ErikaA Wenn ich mich richtig erinnere, muss ein gläubiger Jude 624 Regeln befolgen, in jedem Fall über 600. Da gehört wahrscheinlich das Masturbationsverbot dazu. Und als streng gläubige Frau war Alex Mutter natürlich sehr besorgt, dass ihr Sohn “sauber” bliebe. Das Judentum ist sehr, sehr komplex für Männer wie für Frauen. Aus diesem Grund ist der Rabbi so wichtig, der als Ratgeber vor allen wichtigen Entscheidungen konsultiert wird. Ich weiss leider nicht mehr den Titel, aber es ist ein Buch auf dem Markt, dass das Leiden einer streng orthodoxen jungen Frau beschreibt, die aus dem strengen Judentum ausbricht und damit ihrer gesamten Familie entsagen muss. Man stelle sich das vor, um ein freies, selbstbestimmtes Leben führen, gab es keinen Kontakt mehr zu Ihrer Familie für die junge Frau.
Ich habe ebenfalls den Eindruck, dass im zweiten Teil eine spröde Zuneigung zwischen Fedor und seinem Sohn Alex spürbar wird.
Auf jeden Fall gewinnt der zweite Teil insgesamt an Brisanz. Was passiert, wenn sich Alex auf Zhang einlässt?