Als ich per Zufall nach Lynn Raven gegoogle habe, einer absoluten Lieblingsschriftstellerin aus meiner Jugend, las ich begeistert, dass sie in Kürze einen neuen Roman herausgeben wird und habe ihn mir sofort vorbestellt. Rund 500 Seiten später muss ich doch gestehen, dass ich ein wenig enttäuscht bin.
Gefielen mir als Jugendliche besonders die Charaktere und ihre Beziehungen in Lynn Raven’s Büchern, kamen für mich gerade diese Aspekte in “Witchghost” zu kurz. Zur Hauptfigur konnte ich keine richtige Bindung aufbauen, sie wirkte irgendwie zweidimensional. Auch ihre Beziehungen zu anderen Figuren schienen auf mich unlogisch. Der Plot fühlte sich recht konstruiert an und es ergaben sich nach meinem Verständnis einige Szenen und Sachverhalte, welche nicht richtig erklärt oder zu Ende gedacht wurden.
Dennoch erhält “Witchghost” von mir 3 von 5 Büchern, da mich die Geschichte trotzdem gepackt hat und ich sie zu Ende lesen wollte und da mir die Storyidee und das Setting gut gefallen haben.
Zusammenfassend gesagt hatte die Story von “Witchghost” einiges an Potential, das aber nicht richtig ausgeschöpft wurde. Somit blieb das wohlige “Teenie-Throwback” leider aus.
Allerdings muss bei meiner Rezension in Betracht gezogen werden, dass sich das Buch an ein jüngeres Publikum als mich richtet, also eher an 16-Jährige als an 22-Jährige. Somit ist meine Meinung wohl nur begrenzt relevant und ich kann mir vorstellen, dass das Buch einer jüngeren Person durchaus gefallen könnte.