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  • Foundation / Foundation und Imperium / Zweite Foundation

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  • Fantasy & Science Fiction

    Alte, nicht mehr zeitgemässe ScienceFiction

In dieser Triologie geht es wieder mal um die ganz grossen Geschichten auf der Stufe von Völkern die immer ihren gesamten Planeten beherrschen und gegen andere Völker auf anderen Planeten kämpfen oder mit ihnen Handel treiben. Es sind immer irgendwelche Intrigen unter den Mächtigen am Laufen ohne Rücksicht auf die Befindlichkeit der Bevölkerug oder auch nur, dass einfache Menschen in diesem Werk auch nur einmal ein Gesicht bekämen oder ihre Leiden und Opfer geschildert würden. Man weiss nicht wie die einfachen Leute leben, was sie denken oder was sie glauben. Das Buch sind die feuchten Träume nichtgewählter (Musk-ähnlicher) Eliten.

Lustig ist, wie Asimov sich 1950 den Alltag der Zukunft vorstellt: Zum Beispiel wird immer noch geraucht und Zeitung gelesen. Von Computer, Smartphones etc. noch keine Spur, auch KI und ewiges Leben sind noch kein Thema. Ueberhaut scheint Strom noch keine grosse Rolle zu spielen, wohl aber Nuklearwaffen und Metalle. Warum und wie Raumschiffe ihre Parsecs innert Tagen schaffen, bleibt unbeantwortet.

Auch die Sprache und das partriarchaische Rollenverständnis stammen noch aus einer alten Zeiten in der Menschen auch sehr einfach einfache Dinge reden, die heute als Dialog einfach nicht mehr funktionieren. Frauen haben in der Foundation keine tragenden Rollen und auch bez. Zukunft oder Technik gibt es eigentlich nichts Relevantes zu lernen oder zu staunen.

## Fazit

Sicher ein Klassiker, den man mal gelesen haben muss, um zu verstehen wie man 1950 über die Zukunft dachte, und wie wenig Konkretes damals - wie z.B. die Rolle von Computern - dann tatsächlich vorhergesehen wurde (obwohl Computer im Ansatz ja bereits schon gedacht wurden). Das Einzige was ich mitnehme, ist die Gründung der “Foundation” als Wissensspeicher in Bibliotheksform um die Zeit zwischem dem Zerfall und dem Wiedererwachen einer Zilivisation zu verkürzen. Auch die Idee der “**Psychohistorik**”, welche die Zukunft einer Gesellschaft vorhersehen soll, ist tragendes Element der Buchreihe zwar interessant, aber dann im Endeffekt zu unglaubwürdig, um die Geschichte bis zum Ende tragen zu können.

Generell wirkte das Buch auf mich wie die Monumentalfilme jener Zeit, z.B. wie BenHur: aufwendige Kulisse, grosse Story, aber plump in den Dialogen und Handlungen, plakativ ohne Rafinesse und Spannung. Aber wo der Held in BenHur bis zum Ende hälte, werden in der Foundation x-neue Helden und Namen eingeführt die, kaum wurden sie langatmig aufgebaut, diese umso schneller - von ein paar Rückblenden abgesehen - wieder totalverschwinden. Und weil es immer wieder neue Geschichten sind, welche der rahmenhandelnden PsychoHistorik genügen müsse,n scheint es gegen Ende so, als hätte Asimov Mühe gehabt, neue Varianten zu finden, ohne dass sie sich wie verkrampfte Plagiate der ersten anfühlen.

## Vergleiche

Im Vergleich zu Herberts “Dune” oder Lius “TriSolaris”, die ebenfalls die ganze Bandbreite von Geschichte, Psychologie, Soziologie und Politik rocken, sind die Handlungen der Foundation eher schmal mit dümmlichen, schablonenhaften Protagonisten die wenig machen und noch weniger fühlen. Die Zeitsprünge und Uebergänge zwischen den Geschichten wirken zudem oft zufällig und beliebig (Hier merkt man dass es ursprünglich Kurzgeschichten waren die Asimov dann in einem Buch zusammengefasst hatte).