Vorweg: Die letzte Nacht ist das erste Buch von Karin Slaughter, das ich gelesen habe.
Der Einstieg reisst einem sofort in die Geschichte hinein und diese Spannung vermag die Autorin bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Die Verbrechen sind grauenhaft (Triggerwarnung zu lesen empfehlenswert) und Teil einer Verbrechensserie, weshalb man umso mehr mit den Ermittlern Will, Sara und Faith mitfierbert und der Auflösung näher kommen möchte.
Obwohl die Charaktere offensichtlich schon in den vorhergehenden Büchern gemeinsam an Fällen gearbeitet haben, störte mich dies als Neueinsteiger in die Giorgia Reihe nicht. Die Dynamik zwischen den Ermittlern gefiel mir gut und macht Lust die Reihe nun von vorn anzugehen. Sie pflegen einen wertschätzenden Umgang miteinander, wobei der eine Witz oder andere Seitenhieb nicht fehlt. Die Hauptcharaktere besitzen Tiefe ohne unrealistisch exzentrisch oder übertrieben dargestellt zu sein.
Die Auflösung am Ende empfand ich ernüchternd. Für mich fügte es sich zu glatt ein und durch das Ende sind mir einige Handlungen einer Person nicht ganz schlüssig. Die Spannung steigerte sich nur minimal, bzw fiel sogar etwas ab nachdem zuvor ein nervenaufreibender Ermittlungsschritt mit Undercover Einsatz kurz vor dem Finale erfolgte.
Aber bis auf den kleinen Abzug für das Ende ist Die letzte Nacht ein spannender Pageturner mit packendem und nachvollziehbarem Handlungsstrang.