Sprachlich zurückhaltend und mit doch merklich drängenden Emotionen zwischen den Zeilen erzählt eine Mutter davon, wie ihre erwachsene Tochter aus Geldnot wieder bei ihr einzieht, zusammen mit ihrer Partnerin - ein Schreck für die Ich-Erzählerin, die mit tradierten Vorstellungen gross geworden ist. Sie flüchtet sich in die Arbeit als Pflegerin in einem privaten Altersheim, wo sie erlebt, wie lieblos mit einer betagten Patientin umgegangen wird. Das bringt die Protagonistin - bislang eher passiv und schweigend unterwegs - ins Tun …

Frauengenerationen und wie sie sich in ihren Lebens-Zeiten und innerhalb der Umstände entwickeln können und was sie erleben - davon erzählt dieser Roman, der kein “Haltbar bis”-Datum braucht - man liest ihn sofort und schnell.