Eine 60-jährige Südkoreanerin nimmt ihre Tochter Green wieder bei sich auf, da diese in Geldnöten steckt. Die Tochter bringt gleich noch ihre Lebenspartnerin Rain mit und damit kann die Mutter gar nicht umgehen. Sie wünscht sich für ihre Tochter eine baldige Heirat und Kinder. Heftige Konflikte sind unausweichlich. Diese schluckt Rain mit fast schon stoischer Ruhe. Green selber ist oft an der Universität wo sie unterrichtet. Dort nimmt sie an Demonstrationen teil und wehrt sich gegen die Entlassung von homosexuellen Kolleginnen und Kollegen.
Wie sich die Mutter zur Lebensart der Tochter äussert, ist schon sehr krass und lässt erahnen, wie schwer sich die südkoreanische Gesellschaft mit diesem Thema tut.
Der Schreibstil ist knapp und klar und wirkt kühl. Bewirkt jedoch genau dadurch eine tiefe Betroffenheit. Die junge Autorin wählt die Erzählperspektive der hassenden Mutter. Ein eindringliches, faszinierendes Buch.