aendy___
mir gefällt das Buch weiterhin gut, auch wenn es eher weniger offene Kommunikation hat und sich mehr auf die Gedanken der Protagonisten fokussiert. Für mich am sympathischsten sind bisher Kvaede und Charlie. Sie wirken auf mich am ehrlichsten und ihr Verhalten und Charakter ist der Gruppe bereits bekannt, da sie in ihrer Personen und mit ihrem Stand in der Gesellschaft schon bereits offen umgehen.
Wie bereits oben erwähnt ist diese Gruppe ein guter Querschnitt der Gesellschaft, welcher hier hofft, wieder zu den Ursprüngen zurückzukehren, das Rad zurückdrehen zu wollen in die Studienzeit, wo alles scheinbar weniger kompliziert war. Aber dass ist ein Trugschluss - wie wir alle wissen.
Alle Beteiligte werden durch dieses Treffen mit ihrem eigenen Leben konfrontiert und der Frage: Bin ich glücklich? Bin ich da, wo ich hinwollte? Habe ich meine Träume, die ich in der Studienzeit hatte, verwirklicht?
Wie Sylvia bereits festgestellte sind alle irgendwie ins Fahrwasser der Gesellschaft gekommen und haben traditionelle Rollenbilder eingenommen, obwohl sie diese, in ihrer Sturm- Drang- und Studienzeit, eigentlich aufbrechen wollten und ablehnten.
Ist dies schlimm - nein, solange man damit glücklich ist.
Für Sylvia stellt sich die Frage - ob sie diese Entwicklung auch mitgehen muss oder eher egoistisch auf ihren Weg beharren soll, auch wenn dies zu Leid und Ärger für/ mit ihren Mitmenschen führt (evtl. Trennung von Charlie weil S. keine Familie will/ Sprengung der Hochzeit weil S. die Liebe zu Esben öffentlich macht).
Wägen wir nicht alle ständig unsere Entscheidungen ab, schliesslich wollen wir keinen verletzen. Nehmen wir damit nicht automatisch in Kauf, auf Dinge im Leben zu verzichten?
Schade finde ich, dass wir bis jetzt zu wenig über Karen, Adam und Gyr erfahren haben - warum???
Für den letzten Teil erhoffe ich mir auch mehr offenen Kommunikation, um unterschwellige Konflikte anzusprechen, zu lösen - mehr Interaktion zwischen den Akteuren.
Möglich ist für mich allerdings auch, dass alle irgendwie wieder so nach Hause fahren, wie sie gekommen sind. Nix gelöst, eher noch mehr Zweifel, noch mehr Gedankenchaos - weil sich keiner getraut hat, als Erstes offen zu sprechen, seine Gedanken mit den anderen zu teilen.
Ich bin gespannt auf den letzten Teil.