Für mich ist das Buch mit einem halben Happy End zu Ende gegangen. Auf der einen Seite geht Leo nach Köln. Auf der anderen Seite, ist da halt ihre Mutter, Ben und Jo. Das Ende war wie das ganze Buch irgendwie, wo manche Handlungen und Szenen subtil abgebrochen oder abgeschnitten wurden. So war das Ende, das Buch ist zu Ende aber halt irgendwie doch nicht.
Bei dem Ahlo hatte ich immer gedacht, was für ein kurioser Name. Irgendwie ist er noch cool, aber irgendwie klingt es nach A*loch. Musste schon ein bisschen Grinsen, als es wirklich so war. Die Erfahrungen, die sie wegen ihm und der Mutter hat, die bleiben leider, ich hoffe, sie kann die irgendwie verarbeiten, damit sie gut mit ihrer Schule anfangen kann. Mit Ben war es zwar ein fast dramatischer Abschied, aber dadurch sie sich in vier Wochen ja bereits wieder sehen, wird die Sorge um ihn weniger schlimm sein und dadurch das Ben ja jetzt Martha hat und die meiste Zeit bei ihr abhängt, wird er auch einen Ausgleich haben. Und ich denke, wenn es aus der Mutter und ihrem Chef vielleicht auch noch was gibt, wird der Druck auf Ben wirklich nicht so hart lasten. Mit Jo und Leo wird es weitergehen. Jo ist ein Filou und wird wahrscheinlich noch öfters den Little-Hollywood-Bus ausleihen, um zu Leo zu gehen.
Das mit den Fotos fand ich auch schön. Aber ich, im Gegensatz zu Jo, habe auch auf Film jeden Mist fotografiert. Jetzt mit der Handykamera im Sack ist es bei mir so, das ich noch immer Mist fotografiere, aber den dann löschen kann. Aber oft habe ich die Handykamera trotzdem nicht in Betrieb. Was das Anschauen der Fotos anbelangt, schaue ich weder die Filmrollenfotos noch die Handyfotos oft an.
Die beiden Fluchten waren wichtig. Vielleicht um den Kopf frei zu kriegen und eine neue Perspektive anzunehmen und den Kopf zu lüften. Das Jo dann ohne was zu sagen nach Polen ist, ist passend für Jo. Aber irgendwie wäre es schön gewesen, wenn er Leo wenigstens gesagt hätte: Bin ein Weilchen weg, aber ich komme wieder. Dann hätte sie sich vielleicht ein bisschen weniger fertig gemacht.
Beim Aufsatz habe ich gedacht, dass es um Jo und die Videothek geht, weil das Thema Film im Hintergrund immer irgendwie da war. Das es um die Familie geht, ist irgendwie dann doch logisch. Ich mochte auch die Botschaft zwischen den Zeilen aber irgendwie, ich weiss auch nicht, habe ich mir mehr, oder etwas anderes erhofft.