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Ich habe mich gestern noch ein wenig auf der Webseite der Barnes Foundation umgeschaut. Ich fand interessant, dass Jean erwähnt hat, dass die Sammlung umgezogen sei und alle Bilder nach dem Umzug wieder genau gleich wie vorher hängen mussten. Das entspricht auch den Tatsachen: Zwischen 2011 und 2012 ist die Kunstsammlung von einem Vorort Philadelphias in die Innenstadt von Philadelphia gezogen, dabei wurden alle räumlichen Anordnungen beibehalten. Das finde ich insofern bemerkenswert, als dass der Gründer offenbar das Zusammenspiel der Werke und ihre gemeinsame Wirkung wichtig fand. Man kann dann auch genau sehen, in welchem Raum “Die Musikstunde” hängt und wie gross das Bild auch ist. Wer das auch mal sehen möchte:
https://collection.barnesfoundation.org/objects/5699/The-Music-Lesson/ensemble
Beeindruckend, finde ich! Im Gegensatz zu den Figuren auf dem Bild “Die Musikstunde” scheinen alle anderen Bilder den Betrachter eher direkt anzuschauen. Dann war ich noch neugierig auf das zweite im Buch erwähnte Bild: Le Bonheur de Vivre:
https://collection.barnesfoundation.org/objects/7199/Le-Bonheur-de-vivre-also-called-The-Joy-of-Life/
Und hier im Raum:
https://collection.barnesfoundation.org/objects/7199/Le-Bonheur-de-vivre-also-called-The-Joy-of-Life/ensemble
Ich habe mich noch nicht weiter über das Bild informiert. Interessant finde ich, dass so viele Figuren gesichtslos sind, wie eine Projektionsfläche vielleicht? Sie schauen sich auch nicht an, es gibt gar keinen Blickkontakt, nichtmal bei dem Liebespaar unten rechts. Jeder scheint irgendwie in sich selbst versunken. Ich würde nicht unbedingt gerne in diesem Bild sein, diese ausgedörrten Wiesen und dann noch laute Musik durch die Flötenspieler, nee danke. Lieber wäre ich näher an dem See oder Meer im Hintergrund.
Und den ersten Abschnitt habe ich natürlich mittlerweile auch beendet. Beim Kuss zwischen Claire und Jean hätte mich ja doch Genaueres interessiert ;-) Ich meine, ist er ein trockener oder feuchter Küsse, hat er einen rauen Mund, spürt sie seinen Atem? Vielleicht will die Autorin sich nicht festlegen. Vielleicht träumt Claire auch alles, aber dagegen würde sprechen, dass Jean ja eigene Kapitel in Ich-Perspektive hat.
Naja, mir gefällt zumindest jetzt schon an “Zwei in einem Bild”, dass ich mich mit den Bildern so “spielerisch” beschäftigt habe, zumal Matisse gar nicht so meinem Geschmack entspricht, aber ein Blick über den Tellerrand ist doch meist bereichernd.