nata_lie
Wegen der Festtage und einer fiesen Grippe habe ich etwas verspätet mit dem Lesen begonnen, bin nun aber rasant am aufholen 😁 Gestern Abend habe ich nun endlich den 1. Leseabschnitt beendet und sollte auch bald mit dem 2. Abschnitt fertig sein, aber meine Beiträge möchte ich trotzdem gerne getrennt schreiben. Entsprechend folgen jetzt zuerst einmal meine Gedanken zum 1. Leseabschnitt 😊
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Ich mochte das Worldbuilding und die Story ist spannend und flüssig geschrieben, was einen einfach weiterlesen lässt. Wie viele bereits vor mir erwähnt haben, ist der Schreibstil sehr simpel. Auch ich habe da so etwas meine Mühe damit, da es schon fast etwas zu simpel ist. Das ist mir nicht nur in den gesprochenen Worten zwischen den Figuren aufgefallen, sondern auch bei dem Fliesstext. Es macht manchmal fast den Eindruck, als ob das Buch gezwungen versucht, “jugendhaft” zu wirken. Dabei ist Paisley (und somit die jüngsten Schüler) bereits 22 Jahre alt und entsprechend erwachsen. Dies kreiert eine gewisse Dissonanz, welche mich teilweise irritiert und sogar etwas aus der Geschichte wirft. Wären die Figuren Teenager, könnte ich die Wortwahl eher verstehen, aber so wirkt es einfach unauthentisch.
Wie bereits erwähnt, fand ich das Worldbuilding eigentlich gut gelungen. Die Autorin lässt die “Fakten” gut in die Geschichte einfliessen und man kriegt genug von der Welt mit, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass man jetzt nur seitenweise Hintergrundgeschichte liest. Das Einzige was mich hier etwas gestört hat, ist etwas, was @Nora4 bereits erwähnt hat. Auch ich finde es etwas schade, dass die Schule etwas “leer” wirkt. Wir lernen kaum Charaktere kennen, was einem das Gefühl von einer sehr kleinen elitären Schule gibt. Gleichzeitig gibt es glaub 5 (?) Unterkunftsgebäude. Paisleys Zimmernummer ist im 200-er Bereich, was ja eigentlich auf eine riesige Schule hindeuten würde. Da wir aber so wenige Charaktere kennenlernen, kann man es absolut nicht einschätzen. Entsprechend habe ich mich öfters dabei ertappt, wie ich mich gefragt habe: "Wie viele Schüler hat es den jetzt in dieser Schule? Pro Klassenzug? etc.). Es ist klar, dass wir nicht jeden Schüler kennenlernen können, aber es wäre schön gewesen, wenn es irgendwelche Referenzen gegeben hätte, damit man sich zumindest vorstellen kann, in welchem Bereich wir uns hier bewegen.
Zusätzlich muss ich mich hier @Kisumi anschliessen. Für mich hat es hier echt etwas zu viele sexuelle Anspielungen etc. Auch dieses mehrfache erwähnen, dass das Blut wegen der Magie so heiss ist und Sex ein Ventil dafür sein soll, finde ich echt etwas… speziell. Ich hab nichts gegen erotische Bücher, aber hier wird es echt etwas zu sehr betont und wirkt tatsächlich manchmal echt etwas “cringe”.
Die Familiendynamik finde ich ganz süss. Ich selber habe nur eine Schwester, weshalb ich nicht einschätzen kann, wie realistisch es ist, dass ein Grossfamilie so eng untereinander (also jeder mit jedem) ist, aber das spielt jetzt auch nicht wirklich eine Rolle. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Eltern gewisse Sachen vor ihren Kindern verheimlichen und sich in dieser Dynamik vielleicht noch etwas ändern könnte.
Die Freundinnen von Paisley finde ich eigentlich auch ganz sympathisch, muss mich aber den Meisten anschliessen und gestehen, dass ich die nicht vorhandene Einführung von Sara und Hayley etwas speziell fand.
Last but not least: Logan. Auch hier muss ich mich (zumindest teilweise) @Nora4 anschliessen. Dieses ganze Erzfeinde-Ding finde ich etwas albern/unrealistisch. Zumindest aus Paisleys Sicht. Bei Logan kann man momentan ja immerhin noch argumentieren, dass wir nicht wissen, was ihm sein Vater jahrelang eingetrichtert hat. Aber bei Paisley? Sie konnte sich nicht an ihn erinnern, hat selbst jetzt nur eine wage Erinnerung und ihr Vater hat ihr lediglich gesagt, dass da eine Blutfehde zwischen den Familien herrscht. Und plötzlich hasst sie den Typen und ist sich 100% sicher, dass er sie umbringen will? Da fehlt für mich ehrlicherweise jegliche Logik. Klar vertraue ich den Worten meiner Eltern, aber wegen eines 5-minütigen Gespräches würde ich doch nicht direkt denken, dass mich einer umbringen will? Ich bin ein grosser Fan von Enemies-to-Lovers, aber das muss gut aufgebaut sein und tatsächlich Sinn ergeben. Hier macht es für mich leider gar keinen Sinn.
Abgesehen davon finde ich Logan eigentlich einen sehr spannenden Charakter. Ob er ein kompletter good-guy ist, wage ich zu bezweifeln. Trotzdem denke ich nicht, dass er nach ihrem leben trachtet. Zudem habe ich das Gefühl, dass da definitiv etwas zwischen den beiden sein muss. Es wirkt, als wären ihre Magien irgendwie miteinander verbunden. Vielleicht hat das ja auch etwas mit dem Blutschwur zu tun? Immerhin wird nie explizit erwähnt, für was dieser Blutschwur ist und vielleicht hat es ja einen ganz anderen Hintergrund, als wir momentan vermuten.
Trotz einiger negativer Punkte lese ich das Buch gerne und bin schon auf den Rest gespannt! Diesbezüglich finde ich auch @flowerpower Fragen sehr spannend! Vor allem wie Paisley es überhaupt in die Schule geschafft hat. Ich hab momentan den Rektor in Verdacht.