Der zweite Abschnitt war nun sehr ruhig und irgendwie ziellos. Es gab keine richtigen Unterrichtbeschreibungen mehr, keine konkreten Figurenaufbaue mehr und das Buch hat mich dadurch relativ schnell verloren. Etwas schade, nach dem guten Start.
Paisley verbringt vereinfacht zusammengefasst einfach mal den Erstbesten (Logan) für die Vorfälle zu verdächtigen, während hin und wieder Überfälle passieren. Dabei haben er und sie noch nicht einmal eine richtige Enemiesbeziehung. Sie verdächtig ihn, wegen einer Vorgeschichte ihrer Eltern, über welche sie kaum Bescheid weiss und auch wenn er eine absolut unreife Nervensäge ist, hat er tatsächlich noch nichts getan bis auf die seltsamen Flirtversuche, was heisst, dass das „Enemies“ im Trope nicht mal wirklich konkret auf etwas basiert ausser den falschen Vermutungen von Paisley. Und gleichzeitig sind diese Gedanken um ihn herum übrigens auch das einzige, was bisher für diesen „Lovers“ Teil im „Enemies-To-Lovers“ aufgebaut wurde: Sie findet ihn heiss. Ziemlich oberflächlich. Ich kann mit der Beziehung der beiden, egal welcher Art leider so absolut gar nichts anfangen. Da hat sich seit dem ersten Abschnitt nichts geändert.
Kommen wir noch zu etwas Gutem: Ich mag es, dass man nun, nach gefühlt einem halben Schuljahr auch endlich noch die Tiergefährten ihrer Schwestern kennenlernt. Sie wurden immerhin nicht ganz vergessen, obwohl die Naturgeistseite in der Magie bisher sonst so gar keine Rolle gespielt hat. Es ist etwas schade, aber es wirkt ein wenig wie ein Nebengedanke eingesetzt, nachdem es zu Beginn als genauso zentralen Teil von allem vorgestellt wurde. Der Fokus liegt beinahe ausschliesslich auf den verschiedenen Elementen und den Spellcastern. Auch die Nekromantie kommt eher zu kurz.
Ich muss ehrlich zugeben, dass sich noch einiges ändern muss, wenn ich am Ende des Buches zum nächsten Band greifen will. Der Start war zwar unglaublich stark, weil man noch schnell reinkommt und einige Dinge aufgebaut werden, die mir richtig gefallen haben, aber die Sache scheint sich so schnell verloren zu haben, sodass ich momentan nicht sehen kann, wo das hingehen soll. So vieles, was zuerst zum Weltenaufbau dazugehört hat, ist einfach in den Hintergrund geraten und für mich sind es genau die interessanten Aspekte, die darunter gelitten haben. Aber ich kann jetzt schon klar sagen, dass mir die Beziehung so oder so nicht mehr gefallen wird. Mal sehen, wie das weitergeht…