Was ist ein No-Go bei Büchern…für mich? Schwer zu sagen, aber vielleicht allzu viele feminine Themen? Zwar bin ich eine Frau, aber allzu viel Herz, Schmerz, Leid, Trauer frustrieren mich. Ich liebe zwar historische Romane, aber diese müssen Hand und Fuss haben, sozusagen “schwer” daherkommen und nicht leichtfüssig!! Nichts gegen leichtfüssige Kost, aber die gehört eindeutig zum Kitsch, zu den Groschenromamen, zu den Telenovelas usw. Und auch langatmige Anfänge, wo schon der geheime rote Faden einsickert, gefallen mir nicht. Oder eben ein Sachbuch/Ratgeber, das/der in der Buchhandlung und vom Verlag als “Roman” angepriesen wurde. Und zu guter Letzt darf es nicht zu viel Personal/Protagonisten haben, für die man immer wieder zum Stammbaum auf der ersten oder letzten Seite zurückblättern muss. Bestes Beispiel: die Outlander-Serie, 9 Bücher à je 1000 Seiten. Ein No-Go sind für mich auch einfache Sätze, so, als könnte der Autor nicht richtig mit der Sprache umgehen. Will heissen: Schachtelsätze sind zwar schwer verständlich, aber ein Zeichen dafür, dass der Autor mit der Sprache umgehen kann.
Und bei deutschen Autoren, die das Lokalkolorit mit Englisch, Französisch - vor allem dieses! - unterstreichen wollen, ist es unverzeihlich, wenn die Sätze in der Sprache orthografisch falsch sind, z.B. Madam ohne E (also “Madame”). Wenn ein Buch zwischen, vor oder nach den Kriegen (1./2.Weltkrieg, deutsch-französischer Krieg) spielt, und der Autor bewusst Französisch einbringt, dann erwarte ich nicht, dass ich quasi als Leserin zur Lehrerin mutiere, die ihm erklären muss, was Sache ist. So kippt plötzlich das Leserinteresse und ich suche nach Fehlern.