veragut Ja, wie ich schon geschrieben habe: zu viele Personen erdrücken die Story. Bei Diana Gabaldons “Outlander” ist es so: am Anfang des Buches ist der Stammbaum mit geschätzt 50 Personen, wer mit wem wann wo was. Was soll das? Hier ist das Problem noch schlimmer: der Outlander mit seiner Familie wandelt zwischen 3 Jahrhunderten. Da kommen Adoptiveltern, -kinder, -enkel zu richtigen Söhnen, Töchtern, Onkeln dazu. Und dann soll man noch aus diesem Labyrinth den roten Faden finden, d.h. z.B. zuerst in der Amerikanischen Revolution, einige Seiten weiter dann im 21.Jahrhundert, dann wieder zurück in die 1960er und plötzlich ist man wieder im Jahr 1776. Und dann diese vielen vielen Namen. Bei einem 1000seitigen Buch eine Zumutung.
Aber ich mach’s genau wie du, wenn ein Stammbaum, eine Struktur oder so fehlt - sogar vor einem exotischen Hintergrund mit entsprechender Kultur oder Sprache: ich mache mir meine Notizen, markiere die Kapitel mit einem Tab, kopiere mir eine Karte aus dem Netz, klebe diese ins Buch, wenn sie nicht existiert, um zu wissen, wo sich die Handlung abspielt und erstelle mir sogar ein Voci, um zu wissen, wie was in welcher Sprache bedeutet. Gewisse Romane bieten diesen “Luxus”, indem sie z.B. ein Personenregister vorne oder hinten im Buch haben und/oder sogar einen Plan/Karte zur Übersicht.