Enzo Rossi, in Agno TI wohnhaft liebt la Vita, seine Ehefrau und Campari. Schwierige Konstellation innerhalb seiner Familie. Ein Bruder ist als Junge bei einem Unfall ums Leben gekommen. Schwierig wird es mit dem anderen Bruder Fabrizio, welcher im Drogenhandel und der Ndrangheta im Zusammenhang steht. Loyalität ist hier die Frage! Ausgerechnet der will Bürgermeister von Lugano werden! Das alles gibt Rossi zu denken, verdrängt es aber so gut es geht. Seine Schwester Alessia führt ein Grotto.
Im Kommissariat passiert lange nichts, dann gleich zwei Morde. Er kommt ins Trudeln, da er Mühe hat, die Aufklärungen beider Morde zu terminieren. Crivelli, seine Assistentin, ist auf der Überholspur und der Forensiker Ferrari mag den Kommissario nicht leiden.
Rossi selber ist eine Mischung aus machistischem Relikt (gemäss seiner Ehefrau) etwas phlegmatisch, verbohrt (apropos Hundeleine), zynisch, schon leicht vergesslich (vergisst beinahe die Ehefrau des Mordopfers zu benachrichtigen), auf eine Weise liebenswürdig und trotzdem eigenartig (leiht Gummistiefel vom Mordopfer aus).
Rivera beschreibt die Personen akkurat und mit einer guten Portion Humor verwoben. Hat Rossi etwas Prägnantes erlebt? > Vergesslichkeit, Verwischung Grenze Gedanken und Handlung? Ein Rätsel für mich sind Jackie (Ehefrau Fabrizio), die vielen Grottos und zwei inszenierte Morde.
Bin sehr gespannt, ob jemand die Knacknuss mit dem Pseudonym lösen kann. Krimis verbunden mit einer Region und den Eigenheiten deren Bevölkerung sowie die Spuren eines Falles interessieren mich immer wieder.
Ich muss noch etwas reinkommen in den Krimi, denn Rossis Beruf und derjenige seines Bruders verwirren mich ein wenig, Familie bedeutet ihm viel, warum dann noch die Romanze mit Jackie?