Es ist jetzt eine Woche her seit ich den zweiten Teil in einem halben Tag gelesen habe und noch immer nicht über diese Wendung hinweggekommen bin. Seit dieser Woche debattiere ich auch mit mir selber, ob die Einordnung ins Genre Thriller auf dem Cover die Richtige ist, oder nicht eher Mystery? Oder verrät das dann schon zu viel? Ich werde es wohl erfahren, wenn das Buch zu Ende ist.
Am Anfang des zweiten Teils habe ich noch den Gedanken gehabt, dass Katie, Allison sein könnte und das der Wolf aus einem Team besteht. Weil, die andere Autorin wurde doch recht blutrünstig ermordet und die Märchenmorde kamen mir dann nicht so rüber, außer ich habe da was überlesen. Deswegen habe ich gedacht, dass der Mörder im Haus, ein anderer ist, als der Mörder draußen. Bei dem zweiten Märchen mit den Geschwistern hat er sich ja nicht so richtig an die Vorgabe gehalten und hat die erwachsenen Geschwister nicht gehäutet. Außer, ich wiederhole mich, ich habe was überlesen.
Die Wendung erklärt natürlich viele Sachen, die wir alle erwähnt und aufgezählt haben. Die Katzenklappen, die Spusi, die Esoterik und andere Unlogik. Wenn man unter mörderischem Druck was schreiben muss, hat man keine Zeit für logische Abläufe. Außerdem fehlt theoretisch das Korrektorat, das Lektorat und die Testleser.
Das Katie so explizit schreibt, hat vielleicht was damit zu tun, dass sie gleich das erlebte Trauma verarbeitet?
Ellen mag ich auch, aber jetzt, nach dieser Wendung vertrau ich irgendwie nichts und niemandem mehr. Ist sie real oder nicht?
War im vorherigen Teil das Problem mit den unlogischen Sachen. Haben wir jetzt ein Chaos, was ist jetzt wahr und was nicht.
Es macht den Anschein, dass Lyla jetzt, zumindest zu einem Teil, einen freien Willen hat. Sonst wäre Katie ja nicht so krass ausgerastet, als Lyla sie nicht rettete. Aber kann man dem jetzt überhaupt glauben?
Klar, ich denke, manchmal werden schon krasse Sachen geschrieben und gelesen. Da hat der Mörder schon recht. Und das muss man sich auch bewusst sein, dass es sein könnte, dass es den falschen Menschen zu etwas Falschem antreibt. Aber auf der anderen Seite denke ich auch, dass es halt auch vielen Menschen hilft, Druck und Stress abzulassen. Stephen King selber hat ja mal so was in der Richtung gesagt, er sei froh, dass er Autor sei, weil wenn er es nicht wäre, wäre er jetzt im Gefängnis.
Ich meine, es gibt ja auch Studien zum Beispiel, das Heavy Metal Musik den Stress runterbringen kann und da sind die Songtexte ja auch nicht immer die anständigsten.