Bin jetzt auch durch mit den zweiten Teil und war das eine Fahrt. (Ich habe in der Diskusion schon einige spannenden und gute Ideen gesehn und werde versuchen nicht zu sehr Dinge zu wiederholen.🙂)
Einige von euch haben diese Abgehacktheit erwähnt, diesen Eindruck habe ich auch. Als der Roboterwettkampf zum ersten Mal erwähnt wurde, dachte ich zuerst, dass dies der Höhepunkt der Geschichte wird, auf den die Charaktere gemeinsam hinarbeiten werden. Ich war daher ein wenig überrumpelt, als der Wettkampf bereits nach so wenigen Seiten begann. Von meiner Seite hätten die Vorbereitungen gerne etwas länger dauern können, wenn im Gegenzug die Zeit (Seiten) genutzt werden würde, um mehr Tiefe in die Charaktere und in die Freundschaft von Mika und den anderen zu stecken.
Etwas an der Freundschaft von Mika und den anderen hat mich hingegen irritiert. Vielleicht bin nur ich das und ich lese zu viel hinein. Als Julie zum ersten Mal auftritt, wird sie als junge Frau beschrieben. Nicht Mädchen (wie Nellie), nein Frau. Dies ist vor allem deshalb ein Thema, weil, wie es aussieht, eine Schwärmerei von Seiten Mika zu geben scheint. Doch dadurch, dass in meinem Kopf ein erheblicher Altersunterschied zwischen den beiden besteht, kann ich eine solche Beziehung nicht unterstützen. Es wäre zu seltsam für mich. Natürlich kann man als 12 ⅚-Jähriger für eine ältere Person schwärmen. Mir ist klar, dass das passiert. Es wäre aber sehr unrealistisch und seltsam, wenn solche Gefühle seitens Julie existieren würden. Die einzige Möglichkeit, wie dies für mich eventuell nicht seltsam wäre, ist wenn Mika magischerweise viel durch seinen Aufenthalt in der Stadt magischerweise viel älter geworden wäre. Aber auch dann, er hat dennoch viel weniger Lebenserfahrung als Julie.
Aber trotzdem tat mir Mika am Ende ein schon ein wenig Leid. Endlich scheint er an einen Ort zu sein, an dem er respektiert wird und nun muss
Ein weiterer Punkt, der mir noch hängen geblieben ist, ist die Idee von der Umwandlung der Stadt in ein riesiges Spiel. Zufällig habe ich vor diesem Buch eine Dystopie beendet. (Ich sage jetzt nicht, welches, aufgrund milder Spoiler.) In dieser Welt ist Teil der Gesellschaft ein Rating- und Punktsystem. Die Personen können auf- und abgestuft werden und je höher dein Level, desto höher deine Stellung in der Gesellschaft und deine Privilegien. (Einige Jobs in dieser Welt setzten sogar ein bestimmtes Level voraus.) Ich spiele selbst gerne Spiele und kann den Reiz, seinen Alltag durch ein Spiel unterhaltsamer zu machen und sich so für die Aufgaben zu belohnen, sehr gut nachvollziehen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass, sobald man zu viele Leute in ein solches Spiel mit einbeziehen würde, der Spaß genommen werden würde, da es mit einer neuen Form von Leistungsdruck einhergehen kann.
Ich weiss nicht, ob dieses Spiel in diese Richtung gehen wird. Aber die Tatsache, dass der Doktor diese Idee gut findet, lässt bei mir alle Alarmglocken läuten. Spätenstens seit der Qualle traue ich ihm gar nicht.