Fanny
Der zweite Teil der Geschichte hat auch für mich sehr spannend begonnen. Besonders die ersten Erfahrungen, die Mika im Team macht, haben mich berührt. Zum ersten Mal erlebt er, dass sein Handeln etwas bewirkt. Er wird gesehen, gebraucht und ernst genommen. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit und die langsam entstehenden Freundschaften geben der Geschichte viel Wärme und Tiefe und machen Mikas Entwicklung gut nachvollziehbar.
Der Abschnitt rund um den Roboterwettkampf konnte mich hingegen weniger überzeugen. Obwohl er für die Handlung wichtig ist, empfand ich ihn als etwas zu lang und stellenweise monoton. Die Spannung nahm hier für mich ab und ich musste mich ein wenig durch diesen Teil hindurchlesen.
Umso fesselnder wurde die Geschichte wieder mit dem Auftauchen der Oma. Die Begegnung bringt eine dunklere Seite von Immerland zum Vorschein. Es wird nochmals richtig deutlich, dass dieser Ort nicht nur aus Fortschritt und Verheissungen besteht, sondern auch aus Geheimnissen und moralischen Grauzonen.
Auch für mich bleiben am Ende vor allem offene Fragen zurück. Wie wird Mika mit dieser Erkenntnis umgehen? Traut er sich, weiter nachzuforschen, obwohl er damit alles aufs Spiel setzen könnte, was er sich gerade aufgebaut hat? Seine neuen Freundschaften, seine Position und sein Gefühl von Zugehörigkeit. Und ist es wirklich immer besser, die Wahrheit zu kennen?