So, hier meine Kommentare zum ersten Eindruck und ersten Leseabschnitt (diese paar Seiten waren im Nu gelesen):
Das Cover gefällt mir leider so gar nicht, aber dafür hat mich die Inhaltsbeschreibung umso mehr angesprochen. In einer Buchhandlung hätte ich dieses Buch wohl nicht näher angeschaut.
Interessant finde ich, dass die Sicht der beiden Frauen farblich abgesetzt ist. Ich habe mich vorgängig gefragt, ob es wohl schwierig werde, den beiden Geschichten zu folgen, aber nein, ist es nicht, obwohl sie ja – zumindest bis Seite 41 – keine wirklich grossen Überschneidungen haben, ausser, dass sie nun beide in der Schweiz sind und als junge Mädchen bereits ihre Träume verloren hatten.
Die Frau, die in einer vermögenden Familie Kamerun aufwuchs, lebt in einer polygamen Familie. Mir war nicht bewusst, dass Kamerun das erste Land in Afrika war, in dem das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. Klingt wohl sehr fortschrittlich, aber dann: „Die Freiheit einer Frau reicht nur bis zum nächsten Nein eines Mannes.“ Das sagt alles.
Der Mann, der sie heiraten will, hat einen kalten, herrischen Blick. Oje. Das klingt nicht nach einer liebevollen Beziehung. Eindrücklich fand ich die Worte ihrer Mutter, als sie ihre Tochter am Tag vor der Hochzeit inständig darum bittet, auf der Mairie unbedingt 3x „sans polygamie“ zu sagen.
Die Frau, die im Sterben liegt, und von der wir bisher nur wenig über die Vergangenheit wissen, hat höchstwahrscheinlich ein entbehrungsreiches Leben gehabt, wenn sie im gleichen Umfeld geheiratet hat, wie sie als Kind aufwuchs.