Ich durfte den Buchvorschlag von @Jean-Claude “Der erste Sohn” von Philipp Meyer lesen; eine klassische Familiensaga, die in der 1836 gegründeten Repuplik Texas spielt und die Geschichte der Familie Mc Cullough erzählt. Einst von Indianern entführt baut Eli sich nach und nach ein Imperium auf - erst durch Viehhandel dann steigt er ins Ölbusiness ein. Seine Nachkommen, sie können unterschiedlicher nicht sein, führen das Erbe weiter - mal besser und mal schlechter.
Mehr sei hier nicht verraten 😉
Da ich noch in einem anderen Buch feststeckte, habe ich erst vor kurzem mit dem Werk angefangen, das mir @Fanny zugeteilt hatte, habe es aber dafür seither nicht mehr weggelegt. Sonst eigentlich so gar kein Fan von Familien Epen, hat mich dieses ziemlich gepackt. Dies einerseits weil es die historischen Gegebenheiten der jeweiligen Zeit thematisiert. Das ist beim Lesen zwar nicht immer sehr schön - Ureinwohner, Mexikaner und amerikanische Siedler gingen bekanntlichermassen nicht gerade zimperlich miteinander um - besonders auch weil der Autor eine eindrückliche Art hat, Szenen und Details zu beschreiben.
Andererseits hat mich die Zeichnung der einzelnen Personen tief beeindruckt. Jede Figur wurde präzise charakterisiert und mit ganz individuellen Eigenschaften ausgestattet. Sogar ihre Sprache ist jeweils einzigartig. Das hält die Spannung aufrecht, kreiert lebendige Bilder beim Lesen und weckt Emotionen bzw. Sympathien und Antipathien den Figuren gegenüber.
Die Erzählform - die Erzählstränge hüpfen zwischen den einzelnen Protagonisten hin und her - erzeugt zusätzliche Spannung, da sich viele Aspekte und Fragen erst im weiteren Verlauf der Geschichte aufklären. Für mich ist das hohe Schule des Erzählens.
Lange Rede, kurzer Sinn: 100%ige Weiterempfehlung. Unbedingt lesen! @Jean-Claude : Vielen Dank für die Empfehlung.