Hallo zusammen
Da @Igela diesmal die Daten so nett zusammengefasst hat, hat es mich auch ein wenig in den Recherche-Fingern gejuckt.
Das könnte teilweise auch die Frage
naro_1987 Auch ich wollte euch auch fragen, woran messt ihr die Nachfrage an Thrillern und Krimis?
beantworten. Auf die Anzahl der Bewertungen edit: Bewerbungen habe ich leider keinen Zugriff, aber zumindest sieht man ja, wie aktiv die Community war, was Reviews angeht. Dort war ich, zugegeben, selbst etwas erstaunt.
Wichtiges zu den kommenden Daten:
- Im Folgenden kürze ich Krimis & Thriller mit KT und Fantasy & Science Fiction mit FS ab
- Bücher können zu mehreren Kategorien gehören. Beispielsweise “Legion” ist sowohl KT als auch FFS zugeteilt
- Die Leserunden sind nach veröffentlichen des Posts, nicht nach Start der Runde gegliedert. So können die Zahlen bei den Jahresübergängen leicht abweichen
- Die Rezensionsdaten sind insbesondere nach “früher” nicht vollständig. Es sind lediglich Daten aus den 10′000 ersten Rezensionen, die in der Standard-Sortierung erscheinen.
- Die Daten sind von dieser Seite. Ich habe mich nirgends eingehackt und nur offene Quellen von Bookcircle genutzt :-)
2026
Dieses Jahr gab es bereits 7879 (sic!) Rezensionen, dabei liegen Krimis & Thriller mit 1471 sehr nahe bei Fantasy & SciFi mit 1418. Romane dominieren mit 2183 und Liebesromane liegen an vierter Stelle mit 1123
In 107 Leserunden waren 35 Romane, 32 FS und (nur) 17 KT dabei. Damit stimme ich euch zu, dass zumindest in Anbetracht der Rezensionen KT noch etwas stiefmütterlich vertreten ist, aber das Jahr ist noch nicht um.
2025
Von den noch 2116 kontrollierten Rezensionen liegt wieder “Romane” mit 600 vorne, gefolgt von FS (407), dann Liebesromane (363) und dann erst KT mit 330.
Die Leserunden sind nahe beieinander, mit 27 FS und 22 KT. Romane wurden 49 behandelt.
Früher
(Hier liste ich nur die Leserunden auf, da die Meta-Daten von den bisher 567 Runden komplett sind.)
- 2024: Es gab 23 FS und 19 KT Runden. Nach wie vor hinter 59 Roman-Runden, aber beide nahe beieinander
- 2023: 30 Romane, 14 FS, 12 KT
- 2022: 26 Romane, 16 KT und 8 FS -> dort waren es sogar noch doppelt so viele Krimis und Thriller.
- 2021: 9 Romane, 7 KT und 1 FS
Fazit
Erstaunlich war für mich erstens, dass die beiden Genres doch näher beieinander liegen. Auch ich hätte das Gefühl gehabt, das Fantasy (viel) dominanter vertreten sei. Zweitens war ich erstaunt, dass die Rezensionen klar zeigen, dass die Schweiz nach wie vor ein sehr treues Krimi Volk ist (was sich auch in den ungefähren Absatzzahlen widerspiegelt, genaue Daten sind dort nicht verfügbar).
Euer Wunsch nach “mehr” davon ist verständlich und die Vermutung, dass viele Leute interessiert daran sein dürften sehe ich durch die Zahlen bestätigt.
Ebenfalls erkennbar ist auch der erkennbare Anstieg des FS Genres, nicht nur in Buchhandlungen und Sozialen Medien, sondern auch hier bei den Leserunden, aber auch Rezensionen.
Trotz allem unterliegen beide Genres noch bei weitem den “neutralen” Romanen ohne gesonderte Sub-Genre prägung.
Zusatz
Bei “harte” Thriller unterliegt ihr wohl demselben “Leiden” einer Nische, wie viele Fantasy-Fans mit einem ebensolchen Einschlag. Wie oben schon beschrieben ist FS ein Ultra-Weites Gebiet, von High zu Low (was nur die Welt/das System beschreibt) über Grim, Cozy etc (was nur die Stimmung beschreibt) zu Romance, War und so weiter (was die Thematiken beschreibt) - und alle davon sind miteinander kombinierbar. Bei Science-Fiction genau dasselbe, Space, Urban, Rural, dann far-future, near-future, fantasy-something zu brutal, politisch etc. pp.
Horror beispielsweise bildet gar kein eigenes Genre, je nach Buch würde das wohl in Thriller oder aber in Fantasy fallen.
Oder aber die Bücher von Daniel Suarez - Sind das tolle Techno-Thriller, weil vieles davon möglich ist, oder sind es Sci-Fi Bücher, weil die Technologie so weit entwickelt dargestellt wird?
Persönlich begrüsse ich es ebenfalls, wenn mehr Thriller (und ja, ich mag es auch so brutal und kaputt wie möglich, Chris Carter beispielsweise finde ich grossartig) behandeln würde - aber gleichzeitig begrüsse ich auch mehr Fantasy Runden mit spezifischer Ausrichtung, welche vielfach nicht genau den Trend reiten.
Schlussendlich müssen wir wohl alle hoffen, dass die Verlage nicht nur den rasant wachsenden Fantasy (insbesondere eben auch Romantasy, obwohl ich den Begriff eigentlich bis zu einem sehr weiten grad vermeiden möchte, da manches Buch wohl so getitelt worden wäre, hätte es denn eine Frau statt ein Mann geschrieben…) Markt “motivieren” wollen, sondern mit OF auch in Kooperationen für weitere spannende und blutige Thriller gehen. Vielleicht wäre ja Festa oder Luzifer mal für eine Leserunden-Promo zu haben :-)