Beim Lesen des Prologs dachte ich, dass es um mich geschehen sei. Dem Haus diese Gefühle zu geben, macht es zu einem magischen Ort. Diese Magie ging dann jedoch irgendwie verloren. Nach dem Prolog habe ich erwartet, dass das Haus eine grössere Rolle spielen würde.
Der Schreibstil und die Wortwahl entsprechen mir jedoch sehr und ich mag es, dass wir bereits auf Seite 13 erfahren, warum das Buch seinen Namen trägt.
Immer wieder gelingt es der Autorin, Situationen durch Metapher oder besonders formulierten Beschreibungen für die Leserin / den Leser greifbar zu machen.
Zum Biespiel:
„Schweigen, so laut.“ S. 44
„Sie fühlte sich wie Luft vor dem Regen: geladen und trotzdem still.“ S. 75
Weiter mag ich, wie die Liebesgeschichte von Alma und Théo aufgebaut ist. Ich mag, dass sie sich Zeit lassen; dass sie zusammen sind ohne körperlichte Intimität und sich dabei dennoch so unglaublich Nahe kommen.
Was auch ich nicht mag, ist das ständige hin und her. Manchmal macht der Wechsel der Zeit für mich Sinn während er mich ein andermal verwirrt.
Im Grossen und Ganzen gefällt mir das Buch bis jetzt auch wenn es doch sehr langsam vorwärts geht.
Der erste Teil lässt mich mit vielen Fragen zurück:
Was ist passiert zwischen Alma und Théo?
Warum fühlt sich Théo als Fremdkörper in Almas Leben (S. 55).
Hat Théo ein Suchtproblem?
Warum ist Théo nach Berlin? Warum hat er sich so verändert? Musste er ausbrechen aus seinem Leben? Musste er beginnen seine eigenen Entscheidungen zu treffen?
Ich hoffe, dass mir diese Fragen noch beantwortet werden.