Für mich ist weniger der einzelne Schreibstil entscheidend, sondern wie gut alles zusammenpasst. Ein Buch ist für mich ein Gesamtwerk: Tonfall, Sprache, Kapitelstruktur, Erzählweise, manchmal sogar Cover und Gestaltung – all das sollte stimmig sein und zur Geschichte passen.
Ich lese sehr unterschiedliche Genres, und entsprechend darf auch der Stil variieren. Mal mag ich eine einfache, klare Sprache, mal etwas Poetisches oder Philosophisches. Auch ein rauerer Ton oder bewusst eingesetzte Direktheit kann funktionieren – solange es zur Welt und zu den Figuren passt. Wenn Stil und Inhalt harmonieren, trägt mich das durch die Geschichte.
Was mir hingegen schwerfällt, sind Bücher, die sich lesen wie ein Theatermanuskript, ohne eines zu sein. Besonders wenn sehr viele kurze Dialoge aneinandergereiht werden, die wenig Tiefe oder Entwicklung mitbringen. Da fehlt mir oft die Atmosphäre, der Kontext und die Möglichkeit, wirklich in die Geschichte einzutauchen.
Am Ende ist es für mich genau diese Stimmigkeit, die ein Buch besonders macht. Wenn ich beim Lesen nicht mehr über den Stil nachdenke, sondern einfach in der Geschichte bin, dann passt es.