Teil 3
Alois & Berta besuchen nun die Akademie, wieder reflektiert als abgehobenes Institut. Was alles hinter den Fassaden läuft, kommt bald zu Tage. Die Oberflächlichkeit wurde eindrücklich beschrieben (Freundschaften nur aus strategisch, karrierebedingten Gründen, Gesellschaftsschichten). Die Wahrheit wurde unter den Teppich gefegt, der Täter wurde sogar geschützt und alles unter dem Deckmantel «guten Ruf bewahren». Den Vergleich mit den Vorfällen in der kath. Kirche finde ich angebracht.
Absolut Schreckliches hat Celeste erlebt mit ihrem Privatlehrer! Ausserdem der Druck vonseiten ihrer Mutter, das stelle man sich erst vor, ferner hat sie gelernt bis zur Erschöpfung! Chloë scheint die einzig gute Kollegin von ihr gewesen zu sein. Bemerkenswert wurde die Szene beschrieben, als Celeste die Wahrheit endlich sagen konnte «das ganze Leid aus ihr hinausgeschleudert…».
Gut finde ich, dass Celestes Mutter die ganze Wahrheit über ihre Tochter erfuhr. Beruhigend zu hören, dass Celeste ein neues Leben beginnen durfte. Man kann auch annehmen, dass ihre Mutter Kramer umgebracht hat.
Ein Mord im Wald wird aufgedeckt und hat tatsächlich auch mit Emilies Fall zu tun. Emilie ist wieder aufgetaucht, nicht gerade dort, wo man es angenommen hätte. Sie verrät ihre Ohnmacht verbunden mit Alpträumen nach alkoholisierter Fahrt und Zusammenprallen mit Stella. Anschliessende Erpressungsversuche durch Zeugen haben alles noch dramatischer gemacht.
Das Verschwinden der Villabesitzerin Graffenried wird aufgedeckt, durch einen Unfall nach emotioneller Überforderung!
Ehrlich gesagt, hätte ich den beiden den Mord an Graffenried nicht zugetraut, aus diesem Grunde hat mich das Ende aber schockiert. Sie haben doch sonst auch immer eine passable andere Lösung gefunden.
Schön, wie Bartok + Mistelzweig sich beschwingter fühlen und besser kooperieren können.
Die legendären Dinner der Zwei habe ich geliebt, hervorragendes Essen, Stühle 4 m auseinander fast wie bei Dinner for One!
Lebendige Gespräche unter den beteiligten Menschen, atmosphärische Beschreibung der Landschaften, sozialpolitische Hintergründe, pfiffige Situationskomik und Überraschungen haben das Buch für mich lesenswert gemacht. Für mich hat es immer einen Spannungsbogen gegeben. Der Schluss hat mich aber irritiert.