Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und finde die Aufmachung sehr ansprechend. Der seitliche farbige Schnitt muss für emich nicht sein, entspricht aber dem Zeitgeist und fesselt sicher den jugendlichen Leser.
Man sieht es ja nicht, wenn das Buch im Regal steht.
Auch der Einband ist sehr ansprechend gestaltet. Das Motiv mit dem Fenster wird dann wie ein Logo auf jedem Kapitelanfang wiederholt, was ich für eine pfiffige Idee halte.
Der englische Titel suggeriert ein englisch sprachiges Buch. Warum er so gewählt wurde? Vielleicht verkauft es sich so besser? Gefällt mir also nicht.
Vorne im inneren Umschlag sieht man Zeichnungen von Schauplätzen des Campus und der Schule St. Moriarty. Auf dem hinteren Umschlag ist der Schreibtisch von der Schülerin und Ermittlerin Astoria Blairwood abgebildet.
Ob darauf schon Hinweise versteckt sind?
Beim Öffnen des Buches fällt gleich die beigelegte (Fan?) Postkarte der wichtigsten Protagonisten auf. Für meinen Geschmack unnötig, wie auch bereits von anderer Seite beschrieben, weil man dann bereits eine Person im Kopf hat, die man sich gerne selbst vorgestellt hätte. Ausserdem muss einem der Comicstil gefallen.
Aber gefällt sicher der angesprochenen jugendlichen Leserschaft.
Also bisher alles voller Erwartungen vollgepackt.
Jetzt zum Inhalt:
Auf die Playlist am Anfang könnte ich verzichten, da sie mich nicht anspricht und ich auch nicht kapiere, was das soll. Immerhin werden danach die 3 verschiedenen Lernhäuser dargestellt.
Und der Inhalt: Ich habe mich extrem schwer getan weiterzulesen. Ich finde nicht hinein in den Roman, wie auch andere schon berichtet haben. Ich habe mich bis zu unserem Pensum gequält. Am liebsten würde ich aufhören das Buch zu lesen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies Jugendlichen gefällt?
Auch die Thematik in diesen drei Nobelschulen mit ihren Promikindern voller Allüren interessiert mich überhaupt nicht.
Ich hoffte mehr über Mordermittlungen zu erfahren a la Sherlock Holmes. Stattdessen sind es elitäre, verschwurbelte Jugendliche, die mit 16-18 Jahren über Supereigenschaften verfügen und Mordermittlungen durchführen.
Und sollen Jugendliche dauernd von Mord unter Jugendlichen lesen? Halte ich nicht für geeignet.
Ganz besonders regt mich auf: “ich habe etwas Illegales gemacht. Wer hat das noch nicht?“ Ist ja sehr pädagogisch! Spornt geradezu an solches zu tun! Oder der Teufel in Engelsgestalt. Klingt ja ziemlich düster.
Wobei ich nichts gegen Krimi habe, aber es liegt am Schreibstil und Spannungsbogen, beides ist hier nicht mein Geschmack. Fitzek und Arno Strobel übrigends auch nicht, doch die lese ich schon noch.
Ich finde Suter immer gut, Nesbö meist und z.B. auch Lee Child. Ein kleines, feinsinniges Buch war letztes Jahr das von Dorothee Elmiger, das auch den Schweizer Buchpreis gewonnen hat.
Ich bin nun auch auf Seite 131 und hoffe weiterhin der Ermittlung folgen zu können.