Ich kannte die Autorin bis jetzt noch nicht, aber ich habe mich für diese Leserunde gemeldet, weil halt schon oft über diese Autorin diskutiert wird. Allgemein lese ich aber sehr gerne Thriller.
Ich muss sagen, vieles was meine Vorredner*innen gesagt haben stimmt auch für mich so.
Aber ich bin noch zwiegespalten. Auf der einen Seite ist der Schreibstil gut zu lesen und die kurzen Kapitel gefallen mir. Auf der anderen Seite kommt mir der Schreibstil ein bisschen zu „einfach“ vor.
Ich hatte oft den Gedanken, jetzt wiederholt Natalie sich, vielleicht nicht von den Worten her, aber vom Sinn. Zum Beispiel hat sie sich sehr oft selber sagen müssen, dass sie halt die Arbeit als Putzfrau machen muss, dass sie an die Infos kommen kann, die sie braucht um Cara Gerechtigkeit zu verschaffen.
Der Prolog, also Emily ist für mich das Auslöserereignis. In welcher Hinsicht auch immer. Sei es als erstes Opfer oder für eine mit Emily verbundene Person für ihr Racheansinnen.
Die Person die Geoffrey Rosenberg verkörpert ist für mich nicht der echte Rosenberg. Vielleicht ist er ein bezahlter Schauspieler, sodass der wirkliche Geoffrey Rosenberg freier Handeln kann.
Zuerst dachte ich, dass Nick der Boss ist. Aber er könnte auch nur ein willfähriger Handlanger sein. Bei der Szene, wo Natalie ihn gerettet hat, habe ich gedacht: „Klasse Natalie, jetzt bist du schon reingelegt worden.“
Weil ich meine, irgendwo mal gelesen zu haben das Psychopaten oder Narzissten, ich weiss jetzt nicht mehr welche, sich als Opfer präsentieren und dann schauen, wer ihnen hilft und dann diese Person als neues Opfer für sich aussuchen. Und dass hat Nick mit Natalie ja gemacht.
Alles in allem kommt mir das Gelesene wie die dritte Staffel Reacher vor. Der hat sich auch von einem reichen Schnösel (Boss) anstellen lassen. War zuerst weiter unten als Schläger, danach als Fahrer. Die anderen Angestellten konnte man in zwei Gruppen einteilen. Normale Hausangestellte und weitere Kriminelle.
Deswegen passt es für mich auch, dass die Angestellten bleiben oder sich merkwürdig verhalten. Entweder werden sie durch Kameras überwacht oder halt eventuell durch einen Angestellten, der nicht wirklich ein Angestellter ist, sondern der Böse. Vielleicht werden alle irgendwie noch unter Druck gesetzt. Und der Umstand das Angestellte verschwinden, ist zusätzlich belastend.
Natalie hat ja selber von sich gesagt, dass sie stur ist. Ich würde daraus ein blind-stur oder naiv-stur machen. Durch ihre Arbeit glaubt sie, sie wisse wie die reichen Schnösel sich verhalten. Unüberlegt handelt sie meiner Meinung nach nicht, aber es könnte sein, dass sie zu sehr auf ihrer Sichtweise und ihrem Wissen beharrt.
Natalies Anrufer ist für mich der, der von den Sicherheitsmännern verkloppt worden ist und halt der direkte Gegenspieler von Mister unbekannt.