So, endlich fertig. Gegen Ende hat mich tatsächlich noch einmal ein kleiner Motivationsschub gepackt, allerdings vor allem, weil ich das Buch einfach möglichst schnell abschliessen wollte.
Mein Fazit: Es war okay, aber wirklich umgehauen hat es mich nicht. Ich glaube auch, dass ich es relativ schnell wieder vergessen werde. Besonders die vielen Duelle empfand ich als sehr repetitiv. Da habe ich auch gemerkt, wie sehr mich Nizarra als Charakter zunehmend genervt hat. Im Grunde liefen die Duelle immer nach demselben Muster ab, weshalb ich mich ehrlich gesagt gewundert habe, dass sie es als Duellantin überhaupt so weit gebracht hat.
Was mich zusätzlich irritiert hat: Ich habe erst gegen Ende wirklich verstanden, dass sie sich schneller heilen kann. Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt, wie sie sich nach schweren Verletzungen oder beinahe tödlichen Situationen so schnell wieder erholen konnte. Das wirkte auf mich lange einfach unlogisch.
Es sind für mich auch einige Fragen offen geblieben. Vielleicht lag das teilweise daran, dass ich gegen Ende nicht mehr ganz so aufmerksam gelesen habe. Das Konzept mit den Geistern beziehungsweise den Fähigkeiten habe ich bis zum Schluss nicht vollständig verstanden. Wie oder wovon Nizarras Vater eigentlich besessen ist, ist mir ebenfalls noch unklar. Die Welt und die Fähigkeiten an sich fand ich sehr interessant und grundsätzlich spannend aufgebaut. Allerdings war mir das, wie schon beim letzten Teil, stellenweise etwas zu kompliziert und dadurch teilweise schwer nachzuvollziehen.
Das Ende selbst hat mich dann doch etwas überrascht. Normalerweise wäre das genau der Moment, an dem ich zur Fortsetzung greifen würde. Allerdings habe ich insgesamt zu wenig emotionale Bindung zu den Charakteren aufgebaut. Nizarra empfand ich über weite Strecken eher als anstrengend denn als sympathisch, was es mir schwer gemacht hat, wirklich mitzufiebern.
Das Einzige, was mich wirklich nachhaltig interessiert hat, war die Dynamik und Beziehung zwischen Dagan und Nizarra. Das war für mich der stärkste Aspekt der Geschichte. Sehr schade, dass mich der Rest insgesamt nicht ebenso überzeugen konnte, denn gerade hier lag für mich das grösste Potenzial.