Ich traue mich gar nicht das zu sagen : ich hab meine Januar-Challenge bereits am 2. Januar abgeschlossen….zumindest einmal…..🫣
Kompliz der zusätzliche Feiertag, und ein bisschen körperlicher Trägheit, bin durch das Werk von Tschingis Aitmatow “Dshamilja” gegleitet.
Der Autor fasste 1956 diese Geschichte als Diplomarbeit am Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau. Ich bin in Besitz einer Ausgabe der Unionverlag datiert 1988.
Es ist eine Geschichte über Heimatsliebe, aber auch über die “erste Liebe” und über eine Liebe, die keinen Halt macht vor Regel, Traditionen und Sitten. Die Kulisse ist für Bürger unserer Zeit und unseren Breitengrads undenkbar und irgendwie fremd: ein kargigischer Dorf, muslimusches Glaubens, irgendwo im Zentralasien, mitte in der ehemaliger Sovietunion, zu Kriegszeit. Angrenzend an kasahischer Siedlung, dennoch keine Spur von Trennung zwischen den Völkern, ganz im Gegenteil, der Autor lässt in dem Protagonisten die zwei Kulturen verschmelzen. Eine leise und gleichzeitig unüberwindbare Liebe explodiert regelrecht zwischen Dshamilja, deren Ehemann, im Krieg verletzt, in einem Lazaret liegt und auf dem Rückkehr nach Hause wartet, und Danijar, ein Weisenkind ohne ein richtiges Zuhause der nach einer Kriegsverletzung in Dshamiljas Dorf einkehrt, in die Sippe der er ursprünglich gehörte. Die Geschichte wird vom jungen Schwager erzählt, der durch Dshamilja und ihre mutige Entscheidungen selbst den Mut findet, seinen eigenen Weg zu gehen.
Die Geschichte ist wie eine kleine Reise in ein anderes Land und in eine vergangene Zeit, aber die Gefühle sind zeitlos und somit ewig.