Ich fand den Abschluss insgesamt sehr gelungen! Die Auflösung des fiktiven Falls hat für mich gut gepasst, und gerade das „offene“ Ende des echten Falls um Nina Kandinsky hatte etwas Reizvolles, dieses kleine Stück Ungewissheit macht die Geschichte irgendwie noch nachhaltiger.
Die Enthüllung, dass Lara tatsächlich Tiffys Tochter ist, hat mir sehr gefallen. Diese Familienverstrickung hat dem Ganzen zusätzliche Tiefe verliehen, und ich hoffe sehr, dass sie damit nun zumindest einen Ansatz findet, ihren Frieden mit seinem Tod zu machen.
Adrien als Monsieur Velours hatte ich tatsächlich irgendwann auf dem Radar, aber sicher war ich mir bis zum Schluss nicht. Ob Tiffys Sturz wirklich ein Unfall war? Ich schwanke. Einerseits könnte Adrien durchaus die Hemmschwelle gehabt haben, andererseits passt es auch irgendwie zu Tiffy, dass er am Ende selbst über seine eigenen Umstände gestolpert ist, im übertragenen wie im wörtlichen Sinn.
Nils’ Geschichte hat mich auf jeden Fall berührt. Die zusätzlichen Hintergrundinfos haben sein Schicksal noch tragischer wirken lassen; er war definitiv ein zweites Opfer, und es war schwer, das zu lesen.
Was Libby und Noah betrifft, freue ich mich sehr darauf, wohin sie als Duo noch wachsen. Noah bei der Premiersfamilie, das schreit nach neuen Erlebnissen! Und Libby hat sich in dieser Geschichte so tapfer geschlagen, dass ich ihr jetzt erst einmal eine Portion Erholung gönnen würde. Dass sie Adrien allein gegenübertrat, war echt stark.
Ich würde Libby auf jeden Fall gern weiter begleiten! Und gleichzeitig haben mich die Figuren und der Stil so neugierig gemacht, dass ich auch andere Bücher von Gabriela Kasperski gern lesen würde.