DrQuinzel
Liebe unglaublich aktive Leserunde, ich melde mich als Ergänzung zu den spannenden Fragen von DrQuinzel und gebe euch etwas Hintergrundwissen, das kriegt ihr nur bei mir und nur hier.
In der Libby Andersch-Reihe erzähle ich kürzere und kompakte Krimigeschichten, mit nur einer Perspektive, nämlich der von Libby. Die Idee ist: Ihr fangt abends um halb neun an, lest mal ein Kapitel, dann noch eines, dann ist halb elf, eines geht noch und schwupps, um kurz vor drei, seid ihr durch. (… dies im Gegensatz zu meinen Schnyder&Meier Geschichten, die wesentlich komplexer erzählt sind.) Mir macht es grossen Spass, gleichzeitig ist es herausfodernd. Die Worte und Bilder müssen sitzen, bis zur Druckfahne feile ich an der Sprache, damit sie flüssig und silbern läuft und euch mitnimmt. Ausserdem muss ich mich fokussieren, ich kann nicht zuviele Personen einführen und begleiten. Dies ist der Grund, warum die Krimigruppe, abgesehen von Esme, Nils, Helen, Libby und Noah, nicht individualisiert ist. Für mich sehr interessant, das ihr euch da mehr wünscht. Das nehme ich gerne mit. Wenn die Leute da sind, wollt ihr sie auch kennenlernen.
Ich war im Palace Gstaad, habe viele Informationen zur Historie bekommen und wurde durch das Hotel geführt. Ich gehe dann jeweils mit offenen Augen und Ohren, alle meine Sinne sind auf Empfang. Der Kinderklub, die Fromagerie (der Bunker!), die Lobbybar, die bemalte Decke… all das habe ich aufgesogen. Danach bin ich einmal ganz allein durch das Oberbort spaziert und war überrascht von der kompletten Absenz von Menschen und der Fülle an Sicherheitssystemen. Et voilà, schon standen einige Eckpfeiler meiner Geschichte.
Über einen Juwelenraub zu schreiben, damit habe ich mir einen Wunsch erfüllt, als Fan von Heist Movies, von “To catch a thieve” bis zu “Oceans Twelve.” Dass dann in der Woche, als das Buch herauskam, aus dem Louvre Kronjuwelen geraubt wurden, nun, das ist eine tragische Koinzidenz. Und es zeigt, dass ich ziemlich gut recherchiert habe…
Und last but not least: die Premiersfamilie. Ich bin oft in London, und ich schau auch hier täglich BBC News. So erfahre und lerne ich viel über die britische Politik, die Verhältnisse … und die Royals. Dass Noah mit den Premiers-Teenies spielen darf…. unrealistisch? Nun, meine Tochter war mal auf einem Spielplazt mit den Federer Zwillingen und fast hätten sie sich wieder verabredet…also voll aus dem Leben gegriffen.
Nächste Woche erzähl ich euch noch etwas zur Nina Kandinsky-Tragödie… und bis dann, rätselt gut.
Manche von euch liegen ziemlich richtig…. 😏
Eure Gabriela