Der zweite Teil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr interessant zu lesen, wie sich die Gedankengänge von Pip veränderten. Dennoch traut sie sich immer noch nicht, sich offen gegenüber Josephine zu äußern. Ich habe das Gefühl, dass sie in diesem Teil langsam allem auf die Schliche kommt – dass Josephine alles manipuliert und versucht, sich als Mutter mehr in das Leben ihrer Tochter zu integrieren.
Sie findet außerdem heraus, dass sie immer noch in Jamie verliebt ist. Sie wird eifersüchtig, als sie Jamie mit seiner Freundin sieht. Seine Freundin ist generell nicht begeistert von seinem Verhalten, und durch ihre Art verrät sie Pip, dass ihre Mutter sie mit ihren 32 Jahren immer noch wie ein Kind behandelt.
Josephine versucht zunehmend, sowohl Jamie als auch sich selbst mehr in das Leben ihrer Tochter einzubinden.
Im zweiten Teil hat man anfangs den Eindruck, dass Io etwas von Pip möchte. Pip betont jedoch immer wieder – auch gegenüber Jamie – dass Io nur ein sehr guter Freund ist. Io unterstützt Pip darin, selbstständiger zu werden, und ermutigt sie als Frau und Mutter, an sich zu glauben. Er fliegt mit ihr und bringt ihr das Autofahren bei. Ein wirklich herzensguter Charakter.
Zusätzlich entdeckt Pip, dass die Firma von Sam/Steinwerk zwielichtige Geschäfte betreibt. Alle in der Nähe des Steinbruchs beschweren sich über Explosionen und Risse in den Wänden. Pip weist von Anfang an auf einen Riss in ihrer eigenen Wand hin. Ich denke, dieser steht symbolisch für ihr Leben – alles fällt auseinander, und mit der Zeit wird der Riss immer größer.
Da Jamie sich beruflich auskennt, schaut er sich den Schaden an. Das ist der Wendepunkt der Geschichte.
Ich denke, dieser Riss symbolisiert Pips Leben, das nie perfekt war, und ihre Mutter, die versucht, alles schönzureden. Mit der Zeit wird der Riss immer größer, doch Pip sagt nichts – ganz wie in ihrer Rolle als Mutter von Bella. Erst gegen Ende des zweiten Teils holt sie sich die nötige Hilfe und bittet Jamie, den Schaden als Experte zu analysieren. Ihr Vater, der sich bisher immer zurückgehalten hat, erkennt schließlich, dass nicht alles so gut gelaufen ist, wie es den Anschein hatte.