anemone04 Seit langem wieder einmal ein Buch einer japanischen Autorin gelesen: Die Frau im lila Rock von Natsuko Imamura. Das war eine ganz eigene, etwas skurrile Art von Gesellschaftsspiegel und -kritik, die Einsamkeit, Verlorensein und vielleicht auch Austauschbarkeit des Menschen aufzeigen. Die Idee der Geschichte und die Erzähl- oder besser Beobachterperspektive fand ich speziell und gut gewählt, aber leider gefiel mir die Sprache nicht. Klar, es ist eine Übersetzung, trotzdem, mir fehlte hier etwas auf der Ausdrucksebene, sonst wären es sicher mehr als 3 Bücherherzchen geworden. Und zudem war es selbst für mich, die ich kurze dichte Erzählungen sehr gerne mag, doch allzu kurz und zu offen. Trotzdem, eine besondere Erfahrung und auf jeden Fall wert gelesen zu werden.