Stefan Zweig “Die Liebe der Erika Ewald”
Verblüfft habe ich in meinem umfangreichen SUB kein einziges Buch gefunden, dessen Titel das Wort “Liebe” enthält. So habe ich in den Regalen meines Mannes gestöbert und von Stefan Zweig eine Geschichte gefunden, die ich noch nicht gelesen habe.
Es ist eine etwas altmodische Beschreibung eines Liebeskummers einer jungen Musikerin, die ihrem Verehrer nicht schnell genug “Ja” sagte und dann halt abserviert wurde. Altmodisch, weil damals die Frauen so unwissend gehalten wurden und den Männern mit diesem Wissensnachteil ausgeliefert waren. Gleichzeitig aber sehr modern, weil Zweig äusserst subtil und mit schöner Sprache die Schwierigkeiten beschreibt, zu verstehen, was unglaublich Grosses und Unfassbares Liebe eigentlich ist und wie verletzlich sie machen kann. Diese Schwierigkeiten sind nämlich in der aktuellen Welt, wo problemlos über sämtliche Arten, Möglichkeiten und Techniken der Liebe offen kommuniziert und diskutiert werden darf, nach wie vor vorhanden.
Ich habe diese Geschichte sehr gern gelesen. Sie hat mich bereichert. Ich kann sie gern weiterempfehlen, auch wenn sie vielleicht nicht so locker und rosa ist, wie im Valentinsmonat ersehnt 😉