Mit etwas Verspätung gebe ich auch gerne noch mein Review ab - wie einige von euch bereits geschrieben haben, werden nicht alle warm mit Silvia Götschi - und ich gehöre definitiv auch dazu. Ich kann mir vorstellen, dass sie vor allem mit ihren Krimis, die in Schweizer Ortschaften spielen, “beliebt” geworden ist und ihre Bücher vor allem gekauft wurden, weil der Lesende eine Verbindung zum jeweiligen Ort oder Stadt hat und nicht wirklich aufgrund Götschis Schreibtalentes.
Trotzdem finde ich grundsätzlich den Aufbau des Buches mal etwas anderes (rückwärts, jeweils ein Kapitel aus Sicht eines anderen Familienmitgliedes). Jedoch finde auch ich die Charaktere zu oberflächlich resp. zu überzeichnet dargestellt, viele Personen sind sich zu “ähnlich”, so dass auch ich immer wieder die Familiensituation nachschauen muss. Die Oma wird als sehr unsympathisch beschrieben, was im ersten Moment praktisch allen ein Motiv gibt. Oder sogar, dass die gesamte Familie an der Tötung involviert ist à la “Mord im Orient Express”, hoffe jedoch nicht, dass sich Götschi ins Revier von Agatha Christie wagt 😄
Auffällig ist auch die Hauptfigur, sie scheint die einzig positive und freundliche Person zu sein und vergöttert die Oma. Schauen wir mal was wird.