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Carlo Levi
Wir sind keine Christen, sagen die Leute, Christus kam nur bis Eboli. In diese Gegend, wo die Strasse und die Bahngleise die Küste von Salerno und das Meer hinter sich lassen und in die gottverlassenen Landstriche Lukaniens führen, kommt im Sommer 1935 der Turiner Arzt und Künstler Carlo Levi. Hierher hat Mussolinis Regime ihn wegen seiner antifaschistischen Aktivitäten verbannt.Empathisch begegnet Levi dem entbehrungsreichen Leben der Bauern im Mezzogiorno, er lernt ihren Alltag und ihre Sorgen ebenso kennen wie ihre magischen Bräuche und uralten Traditionen. Mit dem Auge des Malers erkundet er die karge Schönheit der Landschaft, die steilen weissen Lehmhänge, an denen die Häuser wie in der Luft zu schweben scheinen.In Martin Hallmannseckers Neuübersetzung liest sich diese grosse literarische Ethnografie des italienischen Südens so frisch, als wäre sie von einer dicken Staubschicht befreit worden.
Romane & Erzählungen
Wagenbach, K
Deutsch
320
2026-08-20
9783803133915
978-3-8031-3391-5