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Stefan Zweig
Diese Sammlung versammelt Verwirrung der Gefühle mit sieben weiteren Erzählungen, in denen Stefan Zweig die Grenzzonen des Begehrens, der Erinnerung und der moralischen Selbstprüfung ausleuchtet. Im Zentrum stehen Figuren, die durch eine Begegnung, ein Geständnis oder eine Leidenschaft aus ihrer bürgerlichen Ordnung gerissen werden. Zweigs Stil verbindet psychologische Präzision, dramatische Verdichtung und eine musikalisch fliessende Prosa; literarisch gehört das Buch in die Tradition der Wiener Moderne, deren Interesse an Innerlichkeit und unbewussten Antrieben hier erzählerisch zugespitzt erscheint. Stefan Zweig, 1881 in Wien geboren, war Essayist, Biograph und einer der meistgelesenen Erzähler seiner Zeit. Seine kosmopolitische Bildung, seine Nähe zu europäischen Intellektuellen und seine Erfahrung einer untergehenden habsburgischen Welt prägten seine Sensibilität für seelische Krisen. Die Jahre zwischen Erstem Weltkrieg, Exil und politischer Entwurzelung schärften seinen Blick für Menschen, die von Geschichte, Schuld und verborgenen Affekten bedrängt werden. Empfohlen sei dieser Band allen Lesern, die kurze Prosa nicht als blosse Episode, sondern als konzentrierte Erkenntnisform schätzen. Zweig zeigt, wie ein scheinbar privater Augenblick ein ganzes Leben enthüllen kann. Die Erzählungen bieten Spannung, Eleganz und psychologische Tiefenschärfe und bleiben zugleich ein eindringliches Dokument europäischer Kultur.
Romane & Erzählungen
E-artnow
Deutsch
156
9788027365500
978-80-273-6550-0