Zuerst…ich bin ein grosser Fan von Philip Roth. “Portnoys Beschwerden” ist eines der besten Bücher, die ich kenne, aber dieses hier…ich habs gelesen mit einem unguten Gefühl. Alter Mann kann das Altwerden nicht so recht akzeptieren, hat ständig Techtelmechtel mit blutjungen Frauen, die höchstens als seine Enkelinnen durchgehen, dann kommt der Tag, als er die junge Consuela kennenlernt, sich verliebt und trotzdem gelingt es ihm nicht, ihr treu zu sein oder sich emotional zu binden. Er spürt zwar, dass die Beziehung zu Consuela sich von seinen anderen Liebeleien unterscheidet, aber den letzten konsequenten Schritt macht er nicht. Nach einer Weile trennen sie sich, und erst Jahre später treffen sie sich wieder, Consuela ist schwer an Brustkrebs erkrankt, was den alten Herren zwar verstört, aber selbst diese Krankheit bringt ihn nicht wirklich dazu, über seinen Schatten zu springen. Da bemitleidet er sich lieber selber, da er ja schliesslich schon alt ist….eine Figur, die mich einfach nur abgestossen hat in seiner Einfachheit und Durchschaubarkeit. Das Buch ist famos geschrieben, aber das Thema, naja….ich hatte da Philip Roth schon in Verdacht, biographisch von sich zu erzählen, was mich ziemlich enttäuschte…