Der Roman erzählt eine Familiengeschichte. In den Hauptrollen sind die 4 Schwestern. Von klein auf eng miteinander verbunden, muss jede auf ihre Weise lernen sich selber treu zu sein bzw. sich zu eigenständigen Menschen zu entwickeln und für sich selber einstehen zu können, auch wenn dies heisst, die Mutter oder eine andere Schwester zu enttäuschen. Mut und Verlust sind daher eng miteinander verbunden.
Die 4 Schwestern wachsen in einem katholisch geprägten Haushalt auf, in der die Mutter das Sagen hat und doch ist es der Vater, der alles in der Familie zusammen zu halten scheint. Dies wird aber erst bewusst, als dieser stirbt. Die jüngst ist schwanger und weigert sich “den Erzeuger” zu heiraten. Ihre Zwillingsschwester outet sich als lesbisch. Die Älteste kann nicht zu ihrem Mann stehen, da dieser kein Ehrgeiz hat etwas aus seinem Leben zu machen bzw. nicht nach ihrer Pfeife tanzen möchte und in allem was er befolgt hat, erkennt, dass er sich selbst mehr und mehr verloren hat. Dieser Verlust treibt ihn so weit, dass er einen Suizidversuch macht. Doch anstelle von seiner Ehefrau, besucht ihn die zweite Schwester regelmässig im Krankenhaus und später in der Psychiatrie. Sie ist es auch, die ihn wieder auf den Pfad des Lebens bringt und ihn darin unterstützt sich selbst sein zu können. Diese Unterstützung wiederum passt der Ältesten der vier Schwestern nicht und zieht mit der gemeinsamen Tochter in eine andere Stadt. Sie bricht jeglichen Kontakt zu den anderen Familienmitglieder ab. Erst ein grosser Schicksalsschlag führt die zerstreuten Familienmitglieder zurück in die Heimatstadt.
Ein Buch das so viel über Familiendynamik aussagt. Absolut lesenswert. Jede Figur hat ihren eigenen Charakter.