Das Buch beschreibt die gesellschaftlichen Strukturen im England des frühen 19. Jahrhunderts sehr lebensnah und mit grossem Gespür. Die beiden Hauptprotagonisten fand ich detailliert gezeichnet; sie zeigen Ecken und Kanten und werden den allgemeinen gesellschaftlichen Erwartungen nicht immer gerecht. Genau das bringt Humor und Spannung in die Geschichte.
Zwar war die Sprache für mich anfangs etwas kompliziert und die Vielzahl der Personen schwer einzuordnen, doch dafür gibt es hilfreiche Übersichten im Netz. Die Schauplätze empfand ich als so gut beschrieben, dass sie meiner bildlichen Vorstellung freien Lauf liessen.
Das Ende der Geschichte könnte man als ein bisschen kitschig betrachten, doch ich finde, die Charaktere haben sich dieses Glück verdient.